Konsequent unabhängig
22.12.2017 - Autor: Philipp Vorndran

Vor­sicht vor dem In­dex

Kapitalmarkt

Die Zeit der Abrechnung naht. Schafft es ein Fonds, auf Jahressicht einen bestimmten Index zu schlagen? Untaugliche Vergleiche können Anleger aber in die Irre führen. Ebenso wie Marktprognosen.

Das Ende eines Jahres. Traditionell die Zeit, in der Bilanz gezogen und nach vorne geschaut wird. „Same procedure as every year“. Mit dieser Tradition wollen wir natürlich nicht brechen, wobei wir auch diesmal dem kalendarischen Jahresende etwas vorgreifen. Der globale Aktienindex MSCI Welt knapp sechs Prozent im Plus, der Nikkei mehr als zehn Prozent und der Dax sogar fast 14 Prozent – jeweils in Euro gerechnet. Also vermutlich wird 2017 der nächste gute Aktienjahrgang.

In einem solchen Umfeld werden wir oft gefragt, warum Anleger überhaupt in einen aktiv gemanagten Multi-Asset-Fonds investieren sollten, wenn doch der börsengehandelte (Aktien)Indexfonds (ETF) ohnehin viel besser abschneidet, noch dazu beim ETF kaum Gebühren anfallen. Das Thema Multi-Asset-Fonds, so die weit verbreitete Kritik, sei sowieso nichts weiter als Geschäftemacherei. Ein Marketing-Gag, der vor allem dem Zeitgeist geschuldet sei.

Unsere Antwort darauf ist stets die gleiche: Wir vergleichen unsere Fonds bewusst nicht ständig mit dem Index, sondern denken weit über das Kalenderjahr hinaus. Daran hat sich seit der Unternehmensgründung übrigens nichts geändert. Unser Anspruch ist es, langfristig solide Renditen zu erzielen. Daran lassen wir uns messen. Wir versuchen, unsere Portfolios so robust aufzustellen, dass sie größere Krisen weitgehend unbeschadet überstehen und in ruhigen Börsenzeiten auskömmliche Renditen erzielen. Ein gänzlich anderer Ansatz als der eines ETFs, der sowohl in guten wie in schlechten Zeiten nur die Indexentwicklung nachzeichnet und so logischerweise anderen Anlegerbedürfnissen Rechnung trägt.

Von Multi-Asset-Äpfeln und Dax-Birnen

Wenn wir die Multi-Asset-Fonds denn mit einem Index vergleichen müssten, dann würden wir zumindest nicht Äpfel und Birnen in die Waagschale legen. Der Dax als Vergleichsmaßstab – das passt in unserem Fall nicht. Unsere Multi-Asset-Fonds sind schließlich keine Deutsche-Aktien-Standardwerte-Fonds. Geeigneter wäre eine Mischung aus MSCI Weltaktienindex und einem europäischen Anleiheindex. Ein solcher „Zwitterindex“ käme im bisherigen Jahresverlauf auf eine Rendite von rund drei Prozent. Vor Kosten und Steuern. Wenn Sie sich dagegen die Entwicklung unserer Multi-Asset-Fonds anschauen, werden Sie sehen, dass wir diesen Vergleich nicht scheuen müssten. Es gibt also nach wie vor Gelegenheiten, besser abzuschneiden als der Referenzindex, so der denn wirklich als Referenz taugt.

Die Anlagestrategie entscheidet, nicht die Indexprognose

In einem weiteren Punkt unterscheiden wir uns ebenfalls von vielen Mitbewerbern. So wenig wir uns nach Referenzindizes richten, so wenig geben wir Prognosen ab, mit welcher Punktzahl Börsenindizes das nächste Jahr wohl beenden. Niemand weiß, was sich US-Präsident Donald Trump im nächsten Jahr noch ausdenken dürfte. Oder ob der die chinesische Wirtschaft so wächst, wie es sich die Marktteilnehmer erhoffen. Ob der Dax mit 13.000, 14.000 oder nur bei 11.000 Punkten Sylvester feiert.

Natürlich haben wir einen Blick fürs große Ganze, ein anlagestrategisches Weltbild und investieren nicht ins Blaue. Wenn es um Ihr Vermögen geht, meiden wir jeden Zirkus. Wir reden Klartext. Aus Respekt vor unseren Kunden und Demut vor der Realität der Kapitalmärkte. Versprochen: Daran wird sich auch im neuen Jahr nichts ändern.

 

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