Konsequent unabhängig
24.02.2017 - Autor: Elmar Peters

War­um ist lang­fris­ti­ges In­ves­tie­ren sinn­voll?

Geldanlage

Geduld und Hartnäckigkeit sind wichtig für den Erfolg an der Börse. Vier Thesen warum man langfristig investieren sollte.

Anleger brauchen Geduld – das ist eine der Grundregeln der Geldanlage. Besonders viel davon benötigen derzeit diejenigen, die in klassische Zinsprodukte investieren. Aktuell werfen Tages- und Festgelder kaum noch Renditen ab. Dass sich daran allzu bald etwas ändert, ist unseres Erachtens wenig wahrscheinlich. Aber auch Aktienanleger brauchen Geduld. Börsenkurse schwanken mitunter kräftig, das bedeutet, wer langfristig attraktive Renditen erzielen will, sollte einen möglichst langen Anlagehorizont haben. Warum Geduld sich auszahlen wird – vier Thesen.

1.) Aktien können auf lange Sicht ansehnliche Renditen bieten

Zwischen 1982 und 2016 etwa hat der US-Aktienindex S&P 500, der fünfhundert der größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst, eine jährliche Rendite von rund sieben Prozent erzielt. Auch hierzulande ging es aufwärts. Nehmen wir den Deutschen Aktienindex (Dax): Als der Index 1987 lanciert wurde, startete er bei 1.000 Punkten. Aktuell notiert er bei rund 12.000 Zählern. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch zu kräftigen Rücksetzern kommen kann. Im März 2003 etwa fiel der Dax auf 2.400 Punkte zurück, nachdem er in den Jahren zuvor zeitweise auf mehr als 8.000 Zähler geklettert war. Das Ende des Technologie-Hypes an den Börsen und die schlechten Konjunkturperspektiven verunsicherten die Investoren weltweit. Oder 2009 – da rutschte der Dax nach Ausbruch der globalen Finanzkrise auf 3.800 Punkte. Wer dennoch die Nerven behalten und seine Aktien nicht verkauft hat, hatte in den vergangenen Jahrzehnten gute Chancen, einen ordentlichen Wertzuwachs zu erreichen.

2.) Nur mit Geduld können Anleger Kurseinbrüche aussitzen

Es ist nicht einfach, die Nerven zu behalten, wenn die Aktienkurse rasant fallen. Dennoch zahlt sich Geduld aus. Denn nach den Einbrüchen stiegen die Kurse wieder – zumindest die von Qualitätsaktien; also von Aktien von Unternehmen mit robustem Geschäftsmodell, einer starken Marktposition und geringer Verschuldung. Wichtig aus Anlegersicht ist, dass man für eine bestimmte Zeit auf das investierte Geld verzichten und Marktschwankungen aussitzen kann. 

3.) Wertpapiere zu niedrigen Bewertungen kaufen und zu höheren Bewertungen verkaufen

Egal ob man selber investiert oder einen professionellen Vermögensverwalter damit beauftragt, die Faustregel an der Börse lautet immer: „buy low, sell high“. Das heißt, dass man Wertpapiere zu niedrigen Bewertungen kaufen und zu höheren Bewertungen verkaufen sollte. Aber Achtung: Der Preis einer Aktie hängt letztlich immer davon ab, wie viel die Investoren dafür zahlen möchten. Deshalb ist es manchmal schwer einzuschätzen, ob eine Aktie gerade als „teuer“ gilt oder nicht bzw. ob man zum derzeitigen Kurs kaufen sollte. Angesichts der Zeitpunkt-Problematik, aber auch wegen des Diversifikationsvorteils entscheiden sich viele Anleger für eine Fondslösung. Eine weitere Möglichkeit, die Zeitpunkt-Problematik zu minimieren, ist ein Sparplan mit Fonds. Denn wenn man die Geldanlage zeitlich streckt, sinkt das Risiko, alles zu einem Zeitpunkt zu investieren, wenn die Börsenkurse auf einem Höchststand notieren. Man investiert konstant, nicht alles auf einmal.

4.) Aktionäre können vom Wirtschaftswachstum profitieren – und vom technologischen Fortschritt.

Wenn man eine Aktie oder eine Anleihe von einem Unternehmen kauft, verschafft man dem Unternehmen Kapital, das es braucht, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Das hört sich vielleicht etwas banal an, ist aber enorm wichtig für eine Wirtschaft und für den technologischen Fortschritt. Ohne Aktien und Anleihen wären zum Beispiel die Eisenbahn in den USA oder die Technologieunternehmen in Silicon Valley nie entstanden. Aber auch Anleger können profitieren. Denn die Geschichte hat gezeigt: Auf lange Sicht können börsennotierte Unternehmen ihre Gewinne steigern. Das kann viele Gründe haben, wie zum Beispiel Produktivitätssteigerung, Produktinnovationen oder technischer Wandel. Seit 1988 etwa haben die Dax-Unternehmen ihre Gewinne verachtfacht. Der Dax selbst ist – wie zuvor ausgeführt – um das Zwölffache gestiegen.

 

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