Glossar


In diesem Bereich stellen wir Ihnen ein umfangreiches Glossar zu Themen und Begriffen zur Verfügung.

Absolute Return

Anlagestrategie, die innerhalb einer bestimmten Zeitperiode und unabhängig vom Marktumfeld einen möglichst hohen, wiederkehrenden Ertrag erzielen möchte. Dabei kann es zu Wertschwankungen kommen.

Anlageklasse

Finanzprodukte mit ähnlichen Eigenschaften lassen sich in verschiedenen Gruppen zusammenfassen. Klassische Anlageklassen sind etwa Aktien, Anleihen oder Immobilien.

Anleihe

Wertpapier, mit dem der Herausgeber einen Kredit am Kapitalmarkt aufnehmen kann. Anleihen werden auch Bonds genannt, können in unterschiedlichen Währungen begeben werden und unterschiedliche Laufzeiten und Verzinsungen haben.

Anteilklasse

Das in einem Investmentfonds verwaltete Vermögen kann aus mehreren Anteilklassen bestehen. Das Investmentkonzept in diesen Fondstranchen ist in der Regel gleich. Unterschiede kann es unter anderem bei der Struktur der Gebühren, der Ausschüttung der Erträge, der Währung oder bei den Vorgaben einer Untergrenze bei der Anlagesumme geben.

Asset Allokation

Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Währungen; durch eine aktive Asset-Allokation werden Rendite und Risiko eines Portfolios gesteuert.

Ausfallrisiko

Risiko, dass ein Kreditnehmer oder der Emittent eines Wertpapiers seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. In diesem Falle kann dem Gläubiger oder Anleger sogar ein Totalverlust drohen.

Benchmark

Vergleichs- beziehungsweise Referenzwert.

Bond

Wertpapier, mit dem der Herausgeber einen Kredit am Kapitalmarkt aufnehmen kann. Anleihen werden auch Bonds genannt, können in unterschiedlichen Währungen begeben werden und unterschiedliche Laufzeiten und Verzinsungen haben.

Bondpicking

Gezielte Auswahl von Anleihen verschiedener Emittenten.

Bonität

Kreditwürdigkeit bzw. Zahlungsfähigkeit einer Person, eines Staates oder Unternehmens. Je besser die Bonität, umso leichter fällt es, Kredite von Dritten zu erhalten.

Bonitätsrisiko

Risiko, dass sich die Kreditwürdigkeit eines Schuldners verschlechtert und zu einem Zahlungsausfall führt.

Bottom Up

„Von unten nach oben“. Analyseansatz, bei dem zuerst die Qualität eines einzelnen Unternehmens analysiert wird und erst im nächsten Schritt Branche und Gesamtmarkt (im Gegensatz dazu: „Top down“).

Call-Option

In einem Termingeschäft hat der Investor mit dieser Option die Möglichkeit, ein Wertpapier zu einem vorher festgelegten Wert zu erwerben.

Carat-Modell

Hauseigenes Analyseinstrument zur Aktienbewertung. Das Abkürzung CaRat steht für Cashflow Rating.

Cashflow

Überschuss der Einzahlungen gegenüber den Auszahlungen eines Unternehmens. Mithilfe des Cashflows lässt sich eine Aussage darüber treffen, ob ein Konzern (beziehungsweise ein Konzernbereich) in der Lage ist, aus eigener Kraft finanzielle Mittel zu erwirtschaften. Zentrale Größe in der Bilanzanalyse.

Coupon (Kupon)

Beschreibt die Nominalverzinsung einer Anleihe. Berechtigung für den Anleihebesitzer auf den Bezug eines Zinses.

Covered Bond

Gedeckte Schuldverschreibung für die primär der Emittent haftet. Bietet den Anlegern einen Ausfallschutz.

Credit Spread

Risikoprämie, die der Anleiheschuldner dem Anleihegläubiger im Vergleich zu einer risikoarmen Anleihe (etwa Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland) mit gleicher Laufzeit zahlen muss. Je höher der sogenannte Spread, umso wahrscheinlicher erscheint ein Zahlungsausfall des Schuldners – und umgekehrt.

Delta

Das Delta ist eine Sensitivitätskennzahl, die misst, wie stark sich der Preis einer Option ändert, wenn sich der Preis des der Option zu Grunde liegenden Basiswerts ändert.

Derivat

Finanzinstrument, dessen Preis von einem oder mehreren zugrundeliegenden Wertpapieren abhängig ist.

Diversifikation

Die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, Einzeltitel, Regionen, Branchen und Währungsräume - mit dem Zweck durch eine breite Streuung mögliche Einzelrisiken in der Geldanlage zu reduzieren.

Dividende

Ausgeschüttete Gewinne eines Unternehmens an seine Aktionäre.

Dividendenrendite

Verhältnis von Dividende zum Aktienkurs. Sie wird in Prozent ausgewiesen und gibt Auskunft darüber, wie eine Aktie „verzinst“ ist.

Drawdown

Maximaler Wertverlust, nach dem eine Anlage ihren Ursprungswert wieder erreicht. Kann für Anleger mit Blick auf Risiko und Gewinnpotenzial von Interesse sein.

Duration

Gibt an, wie lange Geld, das in ein festverzinsliches Wertpapier investiert wird, gebunden ist. Die Duration ist gewöhnlich kleiner als die Restlaufzeit der Anleihe, da durch zwischenzeitliche Zinszahlungen Kapital zurück an die Investoren fließt.

ETF

Abkürzung für Exchange Traded Fund (börsengehandelter Indexfonds), ein passiv verwalteter Investmentfonds, der Indizes abbildet und an der Börse handelbar ist.

Finanzielle Repression

Systematische Beeinflussung des allgemeinen Zinsniveaus durch die Notenbanken zu Lasten der Sparer – und zu Gunsten des Staates. Negative Realzinsen führen zu einer schrittweisen Enteignung von privaten Sparvermögen – und erhöhen die Schuldentragfähigkeit der Staaten.

Flash Crash

Als Flash Crash werden an der Börse Kurseinbrüche bezeichnet, die sich binnen weniger Minuten vollziehen.

Free Cashflow

Zufluss liquider Mittel, der zum Beispiel für Akquisitionen, Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verwendet werden kann.

Freefloat (Streubesitz)

Anteile einer Aktiengesellschaft, die frei über die Börse handelbar sind.

Future

Standardisierter Terminkontrakt, der Käufer und Verkäufer verpflichtet, eine bestimmte Menge eines Gutes oder Wertpapiers zu einem zuvor festgelegten Zeitpunkt zu handeln.

High Yield Bonds

Festverzinsliche Wertpapiere von Emittenten schlechterer Bonität. Sie bieten höhere Renditen, sind allerdings auch mit höheren Risiken für Anleger verbunden.

High-Water-Mark (HWM)

Bezeichnet den Höchststand, den der Nettoinventarwert eines Fonds am Ende eines zwölfmonatigen Abrechnungszeitraums erreicht hat.

Hochzinsanleihe

Festverzinsliche Wertpapiere von Emittenten schlechterer Bonität. Sie bieten höhere Renditen, sind allerdings auch mit höheren Risiken für Anleger verbunden.

Hybridanleihen

Nachrangige Unternehmensanleihen. „Nachrang“ bedeutet, dass Gläubiger im Falle einer Insolvenz erst nach den Gläubigern „im ersten Rang“ ausgezahlt werden. Das kann ein höheres Risiko im Vergleich zu normalen Unternehmensanleihen bedeuten.

Implizite Volatilität

Spiegelt die erwarteten Kursausschläge des Basiswertes einer Option wider.

Inflation

Allgemeiner Anstieg der Güterpreise, gleichbedeutend mit einem Kaufkraftverlust des Geldes.

Investment Grade

Gütesiegel für festverzinsliche Wertpapiere, denen Ratingagenturen eine gute bis sehr gute Bonität bescheinigen (siehe auch „Non-Investment Grade“). Bei diesen Anleihen wird davon ausgegangen, dass das Risiko eines Zahlungsausfalls geringer ist als bei Anleihen mit schlechteren Bonitätsnoten.

Konvexität

Kennziffer für Wandelanleihen-Investoren. Wandelanleihen mit einem „konvexen Profil“ partizipieren stärker an einem Kursanstieg der zugrunde liegenden Aktie als an einem Rücksetzer.

Kurs-Buchwert-Verhältnis

Die Kennzahl dient der Beurteilung der Börsenbewertung einer Aktiengesellschaft. Bei der Ermittlung wird der Kurs einer einzelnen Aktie ins Verhältnis zu ihrem anteiligen Buchwert, also dem auf die einzelne Aktie entfallenden Eigenkapital gesetzt.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Bewertungskennzahl, gibt das Verhältnis des Aktienkurses zum Gewinn pro Aktie an.

Kursrisiko

Wertpapiere, die an den Märkten gehandelt werden, schwanken je nach Angebot und Nachfrage im Wert.

Long-Position

Teil des Vermögens, mit dem ein Investor auf steigende Kurse setzt (im Gegensatz dazu: „Short-Position“).

Länderrisiko

In bestimmten Regionen gibt es politische, soziale oder wirtschaftliche Unsicherheiten, die den Wert von Investitionen gefährden können.

Marktpreisrisiko

Gefahr für Unternehmen oder Anleger bei Veränderung der Bewertung bestimmter Positionen an den Finanzmärkten, beispielsweise bei Aktien, Zinsen oder Währungen.

Maximum Drawdown

Maximaler Wertverlust, nach dem eine Anlage ihren Ursprungswert wieder erreicht. Kann für Anleger mit Blick auf Risiko und Gewinnpotenzial von Interesse sein.

Moral Hazard ("Moralisches Risiko")

Droht, wenn Individuen nicht für die potentiell kostspieligen Folgen ihres Handelns einstehen müssen, weil die Kosten von einer größeren Gruppe (den Steuerzahlern beispielsweise) getragen werden.

Nettoinventarwert

Vermögenswert eines Fonds abzüglich seiner Verbindlichkeiten.

Non-Investment Grade

Steht für das im Vergleich zum „Investment Grade“ schlechtere Bonitätsurteil eines Schuldners.

Option

Finanzkontrakt, der das Recht (nicht aber die Verpflichtung) verbrieft, einen Vermögenswert innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zu vorher festgelegter Menge und Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Optionsschein

Verbrieft das Recht, nicht aber die Verpflichtung, das unterliegende Wertpapier (Underlying) zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).

Pfandbrief

Schuldverschreibung, die von Pfandbriefbanken begeben wird und besonders besichert ist.

Point Of No Return

Zeitpunkt innerhalb eines Vorgangs, ab dem eine Rückkehr zum Ausgangspunkt nicht mehr möglich ist.

Qualitätsanleihe

Anleihen von Emittenten, deren Rating eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit anzeigt.

Quantitative Easing

„Geldpolitische Lockerung“. Besonders expansive Form der Geldpolitik, bei der die Notenbanken Anleihen aufkaufen, um zusätzliche Finanzmittel bereitzustellen und das Zinsniveau zu drücken. Sie kommt zum Einsatz, wenn der Leitzins bereits sehr niedrig ist.

REXP-Index (Deutscher Rentenindex)

Der Deutsche Rentenindex ist ein Index, der die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen misst. Er wird von der Deutschen Börse als Kursindex (REX) und als Performanceindex (REXP) ermittelt.

Rating-Allokation

Sagt aus, wie ein Anleiheportfolio aufgrund der Bonitätseinschätzung der Emittenten durch die Ratingagenturen strukturiert ist.

Rating

Bewertung der Bonität (Schuldentragfähigkeit) eines Anleiheemittenten.

Relative Value

Attraktivität einer Anlage im Vergleich zu einer anderen.

Risk Reward

Chance-Risikoverhältnis einer Anlage.

Risk to Bondfloor

Der „Bondfloor“ stellt bei Wandelanlehen den reinen Anleihenwert ohne Aktienbezugsrecht dar. Das Risiko bis zum Bondfloor ist somit der Maximalverlust, der aus einem Aktienkursrückgang resultieren kann (ohne Betrachtung des Bonitätsrisikos).

Roll-Down-Effekt

Bei einer normalen Zinsstrukturkurve sinkt bei Anleihen die Rendite, je näher der Rückzahlungszeitpunkt kommt. Im Gegenzug ergibt sich ein Kursgewinn für Investoren, die die Anleihe bereits länger halten. Dieser Kursgewinn ist umso höher, je größer der Zinsunterschied zwischen Anleihen mit längerer und kürzerer Laufzeit ist.

Schutzwall

Fähigkeit eines Unternehmens, das Geschäftsmodell und seine Produkte vor Konkurrenten zu schützen um sich so einen Wettbewerbsvorteil zu bewahren.

Short-Position

Teil des Vermögens, mit dem ein Investor auf fallende Kurse setzt (im Gegensatz dazu: „Long-Position“).

Spread

Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs. Am Rentenmarkt ist die Renditedifferenz zwischen verschiedenen Anleihen gemeint.

Stockpicking

Gezielte Auswahl von Aktien einzelner Unternehmen.

Sub Investment Grade

Sammelbegriff für Anleihe-Ratings von Emittenten mit schwächerer Kreditwürdigkeit (Bonität); im Gegensatz dazu: „Investment Grade“.

Taper Tantrum

Bezeichnet die heftige Börsenreaktion nach der Ankündigung der US-Notenbank Federal Reserve im Mai 2013, ihre Anleihekäufe zu reduzieren. In der Folge verloren Anleihe- und Aktienkurse sowie der Goldpreis deutlich.

The New Fragile

„Die neue Fragilität“. Beschreibt die Zerbrechlichkeit des Finanzsystems, die aus seiner zentralisierten Vernetzung resultiert und durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken verstärkt wird.

Top Down

„Von oben nach unten“. Analyseansatz, bei dem zuerst das allgemeine Marktumfeld und erst im zweiten Schritt die Qualität des einzelnen Unternehmens analysiert wird (im Gegensatz dazu: „Bottom up“).

Total Return

Gesamtertrag einer Anlage. Bei Anleihen setzt dieser sich aus Zinserträgen und möglichen Kursgewinnen zusammen.

Track-Record

Der Track-Record bildet die historische Wertentwicklung eines Fonds ab. Er gilt als wichtiges Qualitätsmerkmal eines Fonds oder Portfoliomanagers.

Volatilität

Mathematische Größe, die die Schwankungsbreite von Wertpapierkursen, Rohstoffpreisen, Zinssätzen oder Investmentfonds-Anteilen angibt. Je höher die Volatilität, umso riskanter gilt das jeweilige Anlageinstrument.

Wandelanleihe

Festverzinsliches Wertpapier. Neben einem festen Zins und dem Anspruch auf Rückzahlung des Nennwertes bei Fälligkeit verbriefen Wandelanleihen zusätzlich das Recht, das eingesetzte Kapital in Aktien des emittierenden Unternehmens zu wandeln.

Warrant

Englischer Begriff für Optionsschein. Verbrieft das Recht, nicht aber die Verpflichtung, das unterliegende Wertpapier (Underlying) zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).

Währungs-Exposure (Währungsrisiko)

Bezeichnet Risiken, die aus zukünftigen Wechselkursentwicklungen entstehenden können.

Währungsrisiko (Fremdwährungsrisiko)

Die Wechselkurse von Devisen können stark schwanken und zu Verlusten bei Anlegern und Unternehmen führen.