21.09.2021 - Ludwig Palm

Dividenden statt „Verwahrentgelt“


Dividenden statt „Verwahrentgelt“

Wenn bei anhaltenden Nullzinsen die Inflation steigt, verliert das Geld schnell an Wert. Können Aktien von sicheren Dividendenzahlern eine Alternative sein?

Aus Nullzins wurde Negativzins, und die lange totgeglaubte Inflation reckt nun wieder ihr Haupt. Damit sind die Zeiten vorbei, in denen ein Anleger mit zinslosen Konto- oder Spareinlagen zumindest annährend den realen Wert des Vermögens erhalten konnte. In der Praxis bedeutet das: Die Menschen müssen sich von langjährigen Gewohnheiten trennen. Etwa davon, dass das Geld auf dem Girokonto (mindestens) seinen Wert erhält. Denn neben Kontogebühren machen „Verwahrentgelte“, also Negativzinsen auf Einlagen die Runde. Knapp 400 Banken in Deutschland verlangen solche Negativzinsen auf Kontoeinlagen mittlerweile – teilweise schon ab dem ersten Euro.

Immer mehr Bankkunden beginnen, sich in einem solchen Umfeld umzuorientieren. Dabei fällt der Blick dann meist auf Sachwerte. Das kann die selbstgenutzte Immobilie sein oder etwas Gold im Depot. Aber auch Aktien gehören als Unternehmensbeteiligungen zu den Sachwerten, und ihnen wird gemeinhin der Schutz vor Inflation zugeschrieben. Können doch Unternehmen mit erfolgreichen Geschäftsmodellen ihre Preise, Umsätze und Gewinne oft stärker erhöhen, wenn das allgemeine Preisniveau steigt.

Kontinuität der Dividendenaristokraten

Wenn dann noch regelmäßig Dividenden ausgezahlt werden, scheint sogar mit diesen regelmäßigen Ausschüttungen ein Zinsersatz gefunden. Doch Vorsicht: Während Zinsversprechen gesetzlich garantiert sind, also gezahlt werden müssen, solange der Emittent nicht pleitegeht, gibt es solche Sicherheiten bei Aktien nicht. Die Höhe der meist jährlichen Dividenden liegt allein im Ermessen der Anteilseigner, die auf der Hauptversammlung darüber abstimmen. Auch wenn man es immer wieder liest: Dividenden sind eben nicht der „neue Zins“.

Dennoch gibt es börsennotierte Unternehmen, die seit vielen Jahren kontinuierlich Dividenden an ihre Aktionäre ausgeschüttet haben – in guten wie in schlechten Zeiten – die so genannten Dividendenaristokraten. Manche haben selbst in der Corona-Pandemie genug verdient, um den Anteilseignern trotz der globalen Krise eine Dividende zu zahlen. Diese Unternehmen sind aber nicht mit jenen zu verwechseln, die nach der wirtschaftlichen Erholung mit besonders hohen Ausschüttungen an die Aktionäre locken, die Zahlungen aber danach meist rasch wieder einstellen. So haben in diesem Jahr, zumindest nach Zahlen des US-Vermögensverwalters Janus Henderson, acht von zehn Unternehmen weltweit ihre Dividende konstant gehalten oder erhöht, während 2020 mehr als ein Drittel ihre Ausschüttungen gekürzt oder ganz gestrichen haben.

Wir suchen nach kontinuierlichen Dividendenzahlern. Daher steht für uns vor allem die Qualität der Unternehmen im Fokus. Sie müssen ertragsstark sein und vor allem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft lukrative Erträge erwarten lassen. Dafür brauchen sie attraktive Geschäftsmodelle, die für die Konkurrenz nicht so leicht kopierbar sein dürfen, die Bilanzen sollten stark und das Management kompetent und integer sein. Vor allem diese Unternehmen können es sich leisten, regelmäßig einen Teil ihrer Gewinne an die Anteilseigner auszuschütten. Unternehmen in unserem Portfolio schütten im Durchschnitt seit etwa 30 Jahren Dividenden aus. Sie haben in den vergangenen fünf Jahren ihre Ausschüttungen im Mittel um zehn Prozent gesteigert. Wenn dann noch die Bewertung zum Einstieg stimmt, beteiligen wir uns gerne langfristig.

 

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