19.03.2019 - Flossbach von Storch

Wie die Deutschen die Zukunft ihrer Kinder versparen


Beim Vermögensaufbau für die eigenen Kinder setzen viele Deutsche auf das Sparbuch. Angesichts von Niedrigzins und Inflation eine ziemlich riskante Strategie.

„Meine Kinder sollen es einmal besser haben als ich“ – so oder so ähnlich denken die meisten Eltern, wenn es um die Zukunft des eigenen Nachwuchses geht. Und so legen viele Eltern – oft ab Geburt des Kindes – regelmäßig Geld zurück für dessen Startkapital ins eigene Leben. So manches Elternpaar wird sich dabei an die eigenen Eltern erinnern, die ihnen zum 18. Geburtstag ein Sparbuch mit einem netten Sümmchen schenkten. Hohen Zinsen und Zinseszinseffekt sei Dank.

Top-Fünf-Sparziel: die Ausbildung der Kinder

Und heute? Auch heute legen viele Deutsche Geld für die Zukunft ihrer Kinder zurück – die Ausbildung der Kinder befindet sich unter den Top-Five-Nennungen, wenn man die Deutschen nach ihrem wichtigsten Sparzweck fragt. Das geht aus Deutschlands größter Anlegerstudie hervor, die das Flossbach von Storch Research Institute gemeinsam mit der GfK erstellt hat.

So erfreulich das langfristige Sparziel ist, so ernüchternd ist ein weiteres Ergebnis der Studie: Denn auch bei der langfristigen Geldanlage bevorzugen die Deutschen Sparbuch, Festgeld und Girokonto oder andere, vor allem zinsbasierte Anlagen wie kapitalbildende Lebensversicherungen, Anleihen und Anleihefonds.

60 Prozent der Anleger setzen auf Sparbuch & Co.

Insgesamt würden 60 Prozent der Befragten bevorzugt in niedrig verzinste Nominalwerte investieren, wenn sie für ihr Kind für mindestens 18 Jahre monatlich jeweils 100 Euro als Ausbildungssumme zurücklegen sollten. „Eine Geldanlage in Nominalwerte wie etwa ein Sparbuch oder Girokonto kann in einem Umfeld niedriger Zinsen und steigender Inflation keinen nachhaltigen Erfolg erzielen“, sagt Marius Kleinheyer, Research-Analyst am Flossbach von Storch Research Institute und Autor der Studie. Nur 23 Prozent würden langfristig in Aktien oder Aktienfonds investieren. „Die Mehrheit der Deutschen verringert mit diesem Anlageverhalten die Chance auf einen langfristig ertragreichen Vermögensaufbau.“

Viele Sparer unterschätzen die Kombination aus Geldentwertung und dem andauernden Niedrigzinsumfeld. „Steigt die Inflation, muss bei gleichbleibenden Zinszahlungen mit einem relativen Kaufkraftverlust des Vermögens gerechnet werden“, sagt Kleinheyer. Das scheint bei vielen Deutschen noch nicht angekommen zu sein. 64 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihr Sparverhalten nicht an die Niedrigzinspolitik angepasst haben. Kleinheyers Fazit: „Deutsche Geldanleger haben eine verhängnisvolle Vorliebe für Nominalwerte, die sich auch im zehnten Jahr der Niedrigzinspolitik der Notenbanken nicht wesentlich verändert hat.“

 

RECHTLICHER HINWEIS

Diese Veröffentlichung dient unter anderem als Werbemitteilung.

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen und zum Ausdruck gebrachten Meinungen geben die Einschätzungen von Flossbach von Storch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Angaben zu in die Zukunft gerichteten Aussagen spiegeln die Zukunftserwartung von Flossbach von Storch wider, können aber erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnissen abweichen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann keine Gewähr übernommen werden. Der Wert jedes Investments kann sinken oder steigen und Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Geldbetrag zurück.

Mit dieser Veröffentlichung wird kein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder sonstigen Titeln unterbreitet. Die enthaltenen Informationen und Einschätzungen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Sie ersetzen unter anderem keine individuelle Anlageberatung.

Diese Veröffentlichung unterliegt urheber-, marken- und gewerblichen Schutzrechten. Eine Vervielfältigung, Verbreitung, Bereithaltung zum Abruf oder Online-Zugänglichmachung (Übernahme in andere Webseite) der Veröffentlichung ganz oder teilweise, in veränderter oder unveränderter Form ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von Flossbach von Storch zulässig.

Angaben zu historischen Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

© 2019 Flossbach von Storch. Alle Rechte vorbehalten.

Alle News von Flossbach von Storch

Zurück zum Newsroom