„Anleger möchten ruhig schlafen können“

19.03.2018 – Flossbach von Storch

GELDANLAGE


Arbeitssituation

Es gibt wieder Bewegung an den Märkten. Herausfordernde Zeiten - zumindest für aktive Geldanleger. Fondsmanager Elmar Peters erklärt, welche Vorzüge aktive Fonds Anlegern bieten.

Herr Peters, seit Jahresbeginn gab es Kursbewegungen an den Börsen. Wie ernst ist die Lage?

Elmar Peters: Nicht sehr. Wir gehen von einem kurzen Rücksetzer aus, nicht von einem nahenden Crash. Der Markt muss das aber erst einmal verdauen. Wir gehen nicht davon aus, dass wir in den nächsten Wochen schon wieder alte Höchststände erreichen. Viele auf automatisierte Handelsstrategien dürften bislang noch nicht reagiert haben.

Wie sieht es bei Ihren Multi-Asset-Fonds aus?

In unseren Portfolien haben wir die Marktbewegungen am Aktienmarkt recht gut abgefedert. Wir haben etwa Verkaufsoptionen, so genannte Puts, genutzt. Wir fühlen uns weiterhin sehr wohl mit unserer robusten Portfoliostruktur – und haben selektiv Aktien zu niedrigeren Kursen hinzugekauft. Es sind gute Zeiten für aktive Manager.

Bitte erklären Sie uns das etwas genauer.

Nun ja, nehmen Sie einmal den Deutschen Aktienindex Dax. In der Spitze schwankte der Index zuletzt um bis zu 13 Prozent. In zwei Monaten.

Wer in einem börsengehandelten Indexfonds auf den Dax investiert war…

…braucht wohl einige Erfahrung in der Geldanlage. Und wohl auch gute Nerven, um solche kurzfristigen Kursschwankungen auszusitzen. In solchen Zeiten werden die Vorzüge aktiven Investierens sichtbar.

Was verstehen Sie unter aktivem Management?

Zuerst einmal: Verantwortung übernehmen. Sich nicht hinter irgendwelchen Vergleichsindizes verstecken. Wenn der Markt zehn Prozent runtergeht und mein Portfolio nur acht Prozent im Minus ist, dann ist das kein Erfolg. Wir streben absolut positive Renditen an. Nicht immer, zu jedem Zeitpunkt. Denn gewisse Kursschwankungen gehören immer dazu. Aber langfristig.

Der Unterschied zu einem Indexfonds, einem ETF ist…

… wir kümmern uns. Ganz einfach formuliert.

Bei passiven Investments müssen die Anleger selber die Entscheidungen treffen.

Die selbst für Profis wie uns alles andere als trivial sind. Erwarte ich dass die Zinsen steigen? Wie entwickelt sich der Kurs des Euro? Wie viele und welche Anleihen benötige ich, um mein Portfolio abzusichern? Welche Risiken bestehen in welchen Märkten?

Welche Entscheidungen haben Sie getroffen?

Nehmen wir einmal Aktien. Wir investieren in der Regel in Qualitätstitel. Also Aktien von Unternehmen mit soliden Bilanzen, die langjährig hohe Erträge erwirtschaften und deren Geschäftsmodell funktioniert.

Was zeichnet diese Aktien aus?

Die Qualität von solchen Unternehmen zeigt sich in der Krise. Dann brechen die Kurse nicht in dem Maße ein, wie die von schwachen Unternehmen. Wenn die Substanz da ist, können Krisen eine Chance sein, aus denen Qualitätsunternehmen stärker hervorgehen.

Geben Sie uns ein Beispiel?

Einzeltitel dürfen wir nicht kommentieren. Leider. Wir sind aber weiterhin sehr zurückhaltend bei Werten aus der Finanzindustrie. Allein das Weglassen bestimmter Investments kann schon einen Vorteil gegenüber Indexfonds bieten.

Warum?

Ein Index bildet eben nicht nur die guten Unternehmen ab, sondern auch die weniger guten, die krisenanfälligen. In ruppigen Börsenzeiten kann das schnell zu einem Problem werden.

Welche Folgen hat das für Anleger?

Sie agieren prozyklisch, verkaufen zum falschen Zeitpunkt. Weil sie plötzliche Kursschwankungen nicht ertragen. Eigentlich möchten die meisten doch etwas völlig anderes.

Klären Sie uns auf.

Sie wollen natürlich möglichst attraktive Renditen erzielen. Aber eben nicht um jeden Preis! Kursschwankungen sollten sich also im Rahmen halten. Anders ausgedrückt: Viele Anleger möchten ruhig schlafen können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deshalb können aktiv gemanagte Fonds, insbesondere Multi-Asset-Fonds eine sinnvolle Alternative sein – zumindest die guten und sehr guten ihres Faches.

 

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