02.05.2018 - Philipp Vorndran

Ich kann nicht anders!


Philipp Vorndran

Noch ein paar Tage Sydney, bevor es weiter ging Richtung Norden. Verbunden mit dem angekündigten Aldi-Besuch und dem Versuch, ein Paar ganz besondere Stiefel zu kaufen.

Keine Sonne, 22 Grad Celsius. Das waren die Wetteraussichten für die uns bleibenden zwei Tage in Sydney. Also ideales Wetter, um shoppen zu gehen!

Vor Reiseantritt war zudem der ein oder andere Mitbringsel-Wunsch an uns herangetragen worden. Mitbringsel, die am anderen Ende der Welt deutlich günstiger seien als in der Heimat. Ein paar neue UGG Boots, kurz UGGs, beispielsweise – wobei wir diese Anfrage mit Verweis auf unsere begrenzten Transportkapazitäten leider abschmettern mussten. Dazu ein paar klassische Caps, lokale Kosmetik und die australische „Wundercreme“ schlechthin: Lucas’ Papaw Ointment (hilft sensationell bei Brandblasen oder kleineren Schürfwunden). Und vielleicht doch ein paar UGGs. Aber für uns.

Die Mitbringsel waren leicht gefunden, nur die Suche nach den begehrten Boots wurde zu einem echten Research-Marathon. Denn die UGGs, die in Deutschland alle kennen und die zum US-Schuh-Konzern Deckers Brands gehören, sind nicht aus Australien, wie unsere Auftraggeber vermutet hatten, sondern werden vorzugsweise in China gefertigt. Bekannt ist das Unternehmen in Australien dagegen vor allem für den erfolglosen Versuch, den etablierten Begriff UGG Boot für eine bestimmte Art von Stiefeln für sich als Marke schützen zu lassen, nämlich für mit Schafsfell gefütterte Stiefel. Die gibt es hier wie Sand am Meer. So wie es in Deutschland auch hunderte Herstellern von Lederhosen gibt, aber eben nicht DIE Marke Lederhose.

Die „Guten“ und die „Bösen“

Die großen Spieler im „UGGs-Business“, das lernten wir schnell, sind OZbootz, Original UGG Australia und UGG Australia. Natürlich verweisen alle immer wieder darauf, dass sie ihre Boots in der Heimat, in Australien produzieren. Um sich von den „bösen“ UGGs abzugrenzen.

Die Qualität der meisten Produkte ist tatsächlich top! Und auch deutlich billiger als das, was bei uns in Deutschland verkauft wird. Letztlich haben wir für alle Mitglieder der Reisegruppe Vorndran ein Paar Boots gekauft. Ob der Koffer noch zugehen würde, konnten wir schließlich später prüfen …

    Weiter ging’s in Richtung Aldi – endlich. Jeder, der mich kennt, weiß, dass mich das Konzept von Aldi und Lidl schon immer begeistert hat: Qualitativ hochwertige Konsumgüter zu fairen Preisen. Als Franke – böse Zungen behaupten, die seien schlimmer als die Schwaben – kann ich nicht anders. Egal ob in der Schweiz, Spanien, Irland oder den USA – auch im Ausland habe ich die internationale Expansion der beiden deutschen Familienunternehmen stets aufmerksam und beeindruckt verfolgt. Nicht umsonst haben sich beide zu „Disruptoren“ im Einzelhandel entwickelt. Wenn ich im Ausland die Frage stelle, was kennt ihr aus Deutschland, dann höre ich meist: die Fußball-Nationalmannschaft, Porsche und Aldi.

    Schon aus der Ferne vermittelte der Namenszug das Gefühl von Heimat; ein Gefühl, das umso stärker wurde, als wir den Laden betraten. Egal ob Standardsortiment oder Saisonware, vieles war uns wohlvertraut. Obst und Gemüse kamen – wie sollte es anders sein – größtenteils aus Australien oder dem nahen Ozeanien. Ebenso Milchprodukte, Fisch und Fleisch.

    Darüber berichten die Medien eher selten …

    Aber auch viele uns gut bekannte heimische Marken fehlten nicht: Moser-Roth beispielsweise oder Confidence. Haribo war natürlich auch dabei. Mindestens ein Viertel der Produkte dürfte direkt oder indirekt von deutschen Unternehmen stammen, die ohne Aldi wohl nur sehr schwer den Weg nach Australien gefunden hätten. Nicht nur Aldi profitiert also von der Globalisierung, sondern auch viele deutsche Mittelständler. In deutschen Medien würde ich gerne mehr darüber erfahren.

      Schade, dass die zwei Tage so schnell vorbei waren. Schweren Herzens betraten wir den Zug Richtung Flughafen, mindestens eine Träne in den Augen. Hier wären wir gerne geblieben. Wenn da nicht die Familie, Freunde und die lieben Kollegen in Köln wären… Also rein in den Flieger und weiter in das Land, in dem die Schulden so hoch sind wie nirgendwo sonst auf der Welt – und trotzdem niemanden zu stören scheinen. Auf nach Japan!

       

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