Der Krieg im Nahen Osten weckt neue Sorgen über Energiepreise, Inflation und Wachstum. Beinahe alle Anlageklassen mussten Verluste verbuchen. Wie sich unser größter Multi-Asset-Fonds, der Flossbach von Storch - SICAV Multiple Opportunities, im März geschlagen hat.
Der März stand im Zeichen deutlich gestiegener geopolitischer Risiken im Nahen Osten und der daraus abgeleiteten Sorgen über Energiepreise, Inflation und Wachstum. Der Krieg zwischen den USA / Israel und dem Iran eskalierte nach den seit Ende Februar laufenden Luftangriffen im März weiter und ließ den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Engstellen des globalen Öl- und LNG Handels – weitgehend zum Erliegen kommen. Der Ölpreis der Referenzsorte Brent stieg daraufhin im Monatsverlauf zeitweise auf knapp 120 US-Dollar je Barrel und notierte auch zum Monatsende nur unwesentlich tiefer. Damit liegt er rund 60 % über den Niveaus vor Kriegsbeginn.
Vor diesem Hintergrund gerieten die globalen Aktienmärkte im Monatsverlauf spürbar unter Druck. Der MSCI World verlor 6,3 %. Noch bemerkenswerter war jedoch die Entwicklung des Goldpreises. Nachdem das Edelmetall zu Jahresbeginn noch auf Rekordständen von über 5.500 US-Dollar je Unze notiert hatte, korrigierte der Goldpreis im März um rund 20 % auf zwischenzeitlich unter 4.400 US-Dollar. Zum Monatsende stand immer noch ein Minus von 11,6 %. Damit verhielt sich Gold gerade nicht wie der klassische sichere Hafen, den viele Anleger in Krisenzeiten erwarten. Die Ursachen dürften in einer Kombination aus steigenden Realzinsen, einem stärkeren US-Dollar und Verkäufen zur Liquiditätsbeschaffung liegen. So stieg die Rendite 10-jähriger US-amerikanischer Staatsanleihen von ca. 3,9 % zu Monatsanfang auf gut 4,3 % am Monatsende. Der US-Dollar hingegen wurde seiner Funktion als Krisenwährung gerecht und konnte rund 2,2 % zulegen, was die Kursverluste bei Gold und US-Aktien für Anleger aus dem Euroraum zumindest leicht reduzierte.
Neben der Stärke des US-Dollars wirkte sich die Teilabsicherung des Aktienengagements durch eine Short-Position auf den S&P 500 (rund 8 % des Fondsvolumens) positiv auf die Entwicklung des Fondspreises aus. Das galt auch für die Beiträge einzelner Aktienpositionen, wie etwa Deutsche Börse oder Brenntag, die gegen den allgemeinen Trend zulegen konnten. Negativ wirkten sich der Rückgang des Goldpreises und Kursrückschläge bei einzelnen Aktien, wie Reckitt Benckiser, Adidas oder Unilever aus, die unter dem schwachen Konsumumfeld litten. Nach den Kursrückschlägen sind die Bewertungen vieler Konsumwerte so niedrig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Neben den genannten Titeln verfügen jedoch mittlerweile auch viele andere unserer Beteiligungen angesichts des gesunkenen Bewertungsniveaus unseres Erachtens über sehr attraktive Gewinnrenditen und hohe freie Cashflows, die für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe genutzt werden können.



