Skip to Content
Skip to Content

Stabilität in Krisenzeiten

- Flossbach von Storch - Global Convertible Bond

Der eskalierende Nahost-Konflikt belastete die Aktien- und Anleihemärkte. Steigende Energiepreise weckten Befürchtungen, dass die Wirtschaft schwächeln könnte und die Notenbanken ihre Zinsen mit Blick auf die Inflation anheben könnten. Der Monatskommentar unseres Global-Convertible-Fonds zeigt, was die Märkte im März bewegte.

Der März stand nahezu ausschließlich unter dem Zeichen der militärischen Eskalationen rund um den Iran. Die daraus resultierenden Störungen im Persischen Golf verursachten einen deutlichen Anstieg der Öl- und Gaspreise und rückten die Sorgen um Versorgungssicherheit, Inflationsimpulsen und Wachstumsrisiken in den Vordergrund. Die Aktienmärkte reagierten mit einer deutlichen Korrektur (MSCI World: -4,9 %, in US-Dollar gerechnet), wobei die Reaktion in Asien und Europa stärker ausfiel als in den USA. Während der US-Aktienindex S&P 500 rund 4,4 % (jeweils in Lokalwährung) verlor, fiel der EURO STOXX 50 um 7,2 % und der Hang Seng um 5,4 %. Am stärksten traf es die vorherigen OutperformerIndizes in Japan (Nikkei 225 -10,3 %) und in Südkorea (KOSPI -15,9 %). 

Die zunehmenden Inflationssorgen spiegelten sich auch deutlich an den globalen Anleihemärkten wider. Verstärkt wurde dies im Laufe des Monats durch die spürbar restriktivere Rhetorik der Zentralbanken sowie durch erzwungene Positionsschließungen bei Hedge-Fonds infolge des abrupten Anstiegs der Volatilität am Zinsmarkt (Liquidation sogenannter „Carry Trades“). Sowohl in Europa als auch in den USA war ein deutlicher Zinsanstieg beobachtbar, der im kurzen Laufzeitbereich besonders stark ausgeprägt war. So stiegen die Renditen zweijähriger Bundesanleihen in nur einem Monat um 62 Basispunkte (BP) an, während die US-amerikanischen Pendants um 42 BP hochschnellten. Im Verlauf des Berichtszeitraums preisten die Märkte für 2026 zwischenzeitlich bis zu vier Zinserhöhungen der EZB bis Jahresende ein. Auch in den USA fand ein Schwenk der Erwartungshaltung von Zinssenkungen hin zu möglichen Zinserhöhungen statt. Zum Monatsende waren schließlich noch drei Zinserhöhungen der EZB und ein unveränderter Leitzins der Federal Reserve (Fed) bis Jahresende eingepreist. Auch Unternehmensanleihen konnten sich dem Risk-Off-Umfeld nicht entziehen, vor allem im High-Yield Segment von Emittenten schlechterer Bonität wurde neben dem Zinsanstieg eine spürbare Ausweitung der Risikoaufschläge sichtbar. 

Steigende Renditen, höhere Risikoaufschläge und fallende Aktienmärkte stellen auch für Wandelanleihen kein günstiges Umfeld dar. Der Fondspreis konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen und büßte im Berichtszeitraum seine seit Jahresbeginn erzielten Gewinne wieder ein und bewegt sich damit wieder ungefähr auf dem Niveau zum Jahresende 2025. Infolge der schwächeren Aktienmärkte verringerte sich das Delta des Fonds zum Monatsende auf rund 42 %.