Ab Januar 2027
Das Altersvorsorgedepot
Mit dem Altersvorsorgedepot wird Aktien- und Fondssparen ab 2027 staatlich gefördert. Damit ist es der ideale Einstieg in die private, kapitalgedeckte Altersvorsorge.
Die drei wichtigsten Fragen rund um die Beratung
Grundsätzlich vielen Kunden, wobei die Vorteile je nach Lebensphase unterschiedlich ausfallen. Bei jüngeren Kunden steht der lange Anlagehorizont im Vordergrund, über den sich Erträge mit einer höheren Aktienquote verzinsen können. Kunden mittleren Alters können damit eine bestehende Vorsorge ergänzen und Lücken verkleinern. Für Kunden kurz vor dem Ruhestand sind vor allem die Zulagen und Steuervorteile relevant. Eltern erhalten zusätzlich eine Kinderzulage, und erstmals sind auch Selbstständige förderberechtigt. Ob und in welcher Form das AV-Depot passt, hängt von Förderberechtigung, Risikobereitschaft, Anlagehorizont und der übrigen Altersvorsorge ab. Diese Einordnung ist Kern einer guten Beratung.
Das lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Ein Wechsel kommt vor allem bei renditeschwachen Garantieverträgen mit noch langer Ansparphase in Betracht. Dort können höhere Aktienquoten und die flexiblere Auszahlung einen spürbaren Mehrwert bieten. Auch bei kleinen Beiträgen kann sich ein Wechsel lohnen: Eltern mit zwei Kindern erhalten schon ab rund 30 Euro Monatsbeitrag mindestens die gleiche Förderung wie bei Riester. Weniger eindeutig ist die Lage bei Altverträgen mit ordentlicher Rendite, bei Kunden, die bewusst wenig in Aktien investieren möchten, und bei kurzer Restlaufzeit. Ob ein Wechsel sinnvoll ist, zeigt erst die Gegenüberstellung von bestehendem Vertrag, Wechselkosten und persönlicher Situation des Kunden in der Beratung.
Nein, die passende Höhe hängt vom Einzelfall ab. Bei einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro im Jahr erhält der Kunde die volle Grundzulage. Zusammen ergibt das eine jährliche Einzahlung von 2.340 Euro, die zudem steuerlich begünstigt ist. Die höchste Förderquote gilt bereits für die ersten 360 Euro, und Eltern erhalten die volle Kinderzulage schon ab 300 Euro Eigenbeitrag. Für Beiträge über 1.800 Euro hinaus ist die freie Anlage häufig günstiger und flexibler. Ungeförderte Zusatzbeiträge im AV-Depot können steuerliche Vorteile bieten, gehen aber mit weniger Flexibilität bei der Verwendung des Kapitals einher. Welche Höhe sinnvoll ist, ergibt sich aus Sparziel, Steuersituation und übriger Altersvorsorge des Kunden und sollte in der Beratung geklärt werden.
Unsere Idealvorstellung für die Kapitalanlage
Das Altersvorsorgedepot teilt sich in drei Phasen: eine „normale“ Ansparphase bis 5 Jahre vor dem Ruhestand, eine Phase der Risikoreduktion ab 5 Jahren vor Renteneintritt und die Auszahlphase, als privates Zusatzeinkommen wieder ausgezahlt werden. Die Kapitalanlage sollte in jeder Phase einem klaren Anlagegedanken folgen:
Eine Beispielrechnung für einen 42-jährigen Sparer
Wir haben für Sie in Simulationen nachgerechnet, welche Auszahlungen für einen Sparer mittleren Alters im Altersvorsorgedepot potentiell möglich sind. Wir gehen von einer wachstumsorientierten Anlagestrategie und einer durchschnittlichen Kapitalmarktentwicklung aus.


