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Künstliche Intelligenz ist nicht alles

- Flossbach von Storch - Foundation Defensive

Die Märkte hinterfragen, ob sich die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz tatsächlich rechnen. Im Juli belasteten auch höhere Ölpreise und steigende Renditen bei Anleihen. Die Monatsbilanz des defensiven Stiftungsfonds, des Flossbach von Storch - Foundation Defensive.

Eskalationen und eine brüchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran führten zu erneut steigenden Ölpreisen. Die Aussicht auf höhere Energiepreise und Inflation ließ die Renditen diesseits wie jenseits des Atlantiks anziehen. Die globalen Aktienmärkte, gemessen am MSCI World (in Euro, inklusive Dividenden gerechnet), gaben per saldo um 0,1 % nach. Unter der Oberfläche der Indizes gab es aber teils deutliche Verschiebungen.

Bestimmendes Thema blieb die künstliche Intelligenz, wobei zunehmend die Finanzierbarkeit der angekündigten Capex-Programme in den Fokus rückte. Wie nervös das Umfeld inzwischen ist, zeigte sich gleich doppelt. Einerseits mussten Emittenten spürbare Rendite-Aufschläge bieten, um ihre hohen Emissionsvolumina am Markt zu platzieren. Andererseits zeigte sich bei der Vorlage der ersten Quartalsergebnisse der Auftragsfertiger, wie hoch die Erwartungen inzwischen sind. Selbst starke Zahlen genügten nicht mehr, da zunehmend Zweifel aufkamen, ob die angekündigten Investitionen der Hyperscaler tatsächlich in vollem Umfang realisiert werden. Der Goldpreis profitierte in diesem Umfeld und legte um 1 % zu. Für Anleger aus der Eurozone belastete hingegen ein schwächerer US-Dollar, der um 0,9 % nachgab.

In diesem Umfeld konnte der Fondspreis einen Zuwachs von 0,8 % verzeichnen. Dabei waren Aktien der maßgebliche Performancetreiber, während Anleihen durch den Renditeanstieg belastetet wurden.

Im Aktienbereich haben wir mit Medtronic einen Titel neu ins Portfolio aufgenommen. Getrennt haben wir uns hingegen von Mobility Global. Diese Position war zu Beginn des Monats nach der Abspaltung vom Mutterkonzern S&P Global in unser Portfolio eingebucht worden. Darüber hinaus haben wir uns vollständig von der Position in Salesforce getrennt. Zum Monatsende lag die Aktienquote leicht niedriger bei 27,9 %. 

Bei Wandelanleihen haben wir unsere Bestände an Zoetis verkauft. Im Rentenbestand haben wir eine Anleihe vom Freistaat Bayern vollständig veräußert und Anleihen der Emittenten Broadcom, Novartis und Unilever gekauft. Zum Monatsende lag die Rentenquote bei 57,7 %, die Duration und die laufende Rendite betrugen 6,3 bzw. 3,7 %. Das gewichtete Durchschnittsrating des Rentenportfolios blieb unverändert bei AA.