Positiv entwickelten sich allen voran die Märkte in Asien, angetrieben von Halbleiter-Aktien aus Südkorea und Taiwan.
Die Emerging-Markets-Aktienbörsen konnten gemessen am MSCI Emerging Markes Index im August zulegen, nachdem sie in den beiden Vormonaten gefallen waren. Die Erholung wurde insbesondere von einer Gegenbewegung des Halbleitersektors in Südkorea und Taiwan getragen. Die in Aussicht gestellte Umsatzentwicklung von Nvidia deutet zudem auf einen positiven langfristigen Ausblick für die AI Infrastrukturanbieter in Nordasien und auf anhaltend hohe Ausgaben der Hyperscaler hin. Der chinesische Aktienmarkt konsolidierte, während die Märkte in Indien, den ASEAN-Staaten und Lateinamerika Verluste verbuchten. Auf geopolitischer Ebene geriet der Konflikt im Nahen Osten erneut in den Fokus, da Störungen im Bereich der Straße von Hormus für hohe Volatilität des Ölpreises sorgten. Interventionen seitens der USA im Zusammenhang mit dem japanischen Yen und US-Staatsanleihen sowie der Haltung der Fed zur Inflation führten zu deutlichen Bewegungen entlang der US-Zinskurve und beim US-Dollar.
Auf Einzeltitelebene zählte die Aktie des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung Electronics zu den größten Gewinnern. Zum einen erholte sich die Aktie von der ausgeprägten Kurskorrektur im Vormonat, zum anderen wurden Pläne für höhere Kapitalrückführungen an die Aktionäre bekanntgegeben, die sich kursstützend auswirkten. Zulegen konnte ebenfalls die Aktie des polnischen Supermarktbetreibers Dino Polska. Die zuletzt berichteten Quartalszahlen fielen zwar schwach aus, allerdings waren die Erwartungen nach der durchwachsenen Kursentwicklung in den Vormonaten so niedrig, dass die Aktie zulegen konnte. Stark entwickelte sich auch die Anteilsscheine des lateinamerikanischen E-Commerce- und Fintechanbieters Mercadolibre. Das Unternehmen hatte zuletzt erneut über ein sehr starkes Wachstum berichtet, allerdings fiel die Profitabilität niedriger aus als erwartet. Die Aktie des chinesischen Internetunternehmens Tencent entwickelte sich rückläufig. Die zuletzt vorgelegten Quartalszahlen fielen durchwachsen aus: Das Umsatzwachstum war zwar leicht zweistellig, die operative Marge fiel jedoch aufgrund höherer Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie höherer Aufwendungen für AI-Anwendungen.
Die Aktie der panasiatischen Versicherung AIA gab ebenfalls nach. Das Unternehmen hatte solide Zahlen berichtet. Zuletzt wurde die Aktie vor allem durch regulatorische Änderungen für Mainland Chinese Visitors (MCV) in Hong Kong getrieben. Auch die Aktie der indischen HDFC Bank gab nach. Der amtierende Vorstandsvorsitzende Sashidhar Jagdishan hatte bekanntgegeben, dass er keine Verlängerung seines im Oktober auslaufenden Vertrags anstrebt. Obwohl dies nicht überraschend war, setzte die Aktie ihre Abwärtsbewegung fort.



