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Stabile Ausschüttungen

- Flossbach von Storch - Dividend

Die Entspannung im Iran-Konflikt stützte die Märkte im Juni, der KI-Boom sorgte weiter für starke Schwankungen. In diesem Umfeld rückten solide Dividendenzahler wieder stärker in den Fokus. Der Monatskommentar unseres Dividendenfonds, dem Flossbach von Storch - Dividend.

Im Juni unterzeichneten die USA und der Iran ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges, in dessen Folge die Straße von Hormus wieder geöffnet wurde. Die Ölpreise gaben daraufhin nach und fielen zeitweise auf das Niveau vor Kriegsbeginn zurück. Getragen von der nachlassenden geopolitischen Unsicherheit näherten sich die Aktienmärkte wieder ihren Rekordständen. Der globale Aktienindex MSCI Welt verzeichnete einen Gewinn von 1,3% (in Euro, inklusive Dividenden). 

Unter der Oberfläche wurde allerdings deutlich differenziert, und einige im Zuge der KI-Euphorie zuletzt zurückgebliebene Sektoren verspürten Rückenwind. So waren die beiden stärksten Sektoren im Berichtsmonat Gesundheit und Finanzen, während Energie und Kommunikationsdienste sich am schwächsten entwickelten. Im Sektor Kommunikationsdienste belastete vor allem die Entwicklung zweier großer Datencenter-Betreiber, Alphabet und Meta Platforms. Dies spiegelte eine zunehmende Zuspitzung der Börseneuphorie um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) wider. Ein immer kleinerer Kreis von Aktien - zuletzt insbesondere die Hersteller von Speicher-Chips sowie deren Ausrüster - verzeichneten immer steilere Kursanstiege, während viele andere im Jahresverlauf als KI-Gewinner gehandelte Aktien sogar fielen - nicht zuletzt die großen Chiphersteller Nvidia und Broadcom. 

Während rund um das Thema KI an der Börse eine Art euphorisches Fieber zu herrschen schien, nahm die Nervosität am Markt stark zu. Der Philadelphia Stock Exchange Semiconductor Index, der die Wertentwicklung amerikanischer Halbleiterunternehmen darstellt, konnte im Juni zwar einen Zugewinn von 11% verbuchen. Allerdings unterlag dies extremen Schwankungen - an 9 von 22 Handelstagen lag die Wertveränderung zum Vortag bei über 5%, mit Spitzen von -10,3% und +7,9%. In Verbindung mit stark gestiegenen Bewertungen vieler „KI-Profiteure“ und der inhärent hohen Unsicherheit über den genauen Pfad der weiteren technologischen Entwicklung mahnt dies aus unserer Sicht zu erhöhter Vorsicht. Zwar stehen die Dividenden- und Bewertungsprofile der meisten Aktien der KI-Wertschöpfungskette (aktuell) nicht im Einklang mit der Anlagestrategie unseres Fonds, sodass sie überwiegend auch nicht im Portfolio vertreten sind. Dennoch schlagen sich bereits seit längerer Zeit die direkten und indirekten Auswirkungen der Disruptionsnarrative sowie Risikobereitschaft der Anleger im Fondspreis nieder. 

So kamen auch diesen Monat die drei größten negativen Wertbeiträge von Titeln, die häufig als relative Verlierer im neuen KI-Zeitalter betrachtet werden: Accenture, Microsoft und Intercontinental Exchange (ICE). Während bei Accenture ein eher enttäuschender Auftragseingang und bei Microsoft weiterhin sehr hohe Investitionen in den Datencenter-Ausbau diese Sorgen gegenwärtig nähren, gibt es bei ICE aktuell keine Anzeichen für eine Bedrohung durch KI.