Skip to Content
Skip to Content

Stimmungsumschwung am Anleihemarkt

- Flossbach von Storch - Global Convertible Bond

Der Iran-Konflikt belastet weltweit die Anleihemärkte, während die breiten Aktienindizes im August zugelegt haben – dank der guten Berichtssaison.   
Nach der verhaltenen Entwicklung der Vormonate zeigte sich an den globalen Aktienmärkten im August 2026 wieder ein freundlicheres Bild (MSCI World +2,6 % in USD). Unterstützt von einer starken Berichtssaison verzeichneten die wichtigsten Indizes Kurszuwächse. In den USA zählten Technologiewerte zu den Gewinnern. Der Nasdaq 100 legte um 4,2 % zu und übertraf damit den Dow Jones Industrial Average, der rund 1,5 % gewann, deutlich. Besonders ausgeprägt war die Erholung bei Softwareunternehmen. Nachdem Sorgen über mögliche disruptive Auswirkungen künstlicher Intelligenz zuletzt zu deutlichen Kursabschlägen geführt hatten, gewann der Sektor im August knapp 16 % und entwickelte sich damit deutlich besser als Halbleiterwerte, die trotz Nvidias starken Ausblicks nur um rund 2 % zulegten.

Auch in Asien profitierte der technologielastige südkoreanische KOSPI, der um rund 3,5 % stieg. Der japanische Nikkei 225 gewann 3,1 %. Der Hang Seng Index dagegen zeigte sich erneut schwach und bildete mit einem Kursverlust von -1 % das Schlusslicht der großen Aktienmärkte in Asien. In Europa war die Entwicklung leicht positiv. Der Stoxx Europe 600 legte um 0,5 % zu.

An den Anleihemärkten prägte ein Stimmungsumschwung den Monat. Nach schwachen US Arbeitsmarktdaten fielen die Zinsen am kurzen Ende zunächst um bis zu 15 BP (Basispunkte) in Erwartung weniger restriktiver Notenbankpolitik. Gleichzeitig blieb das lange Ende unter Druck. Nachdem die 30-jährige US-Rendite den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht hatte, kündigte das US-Finanzministerium eine Verdopplung seiner Rückkäufe langlaufender Papiere an, was jedoch nur kurzfristig für Euphorie sorgte. Die Wende brachte Kevin Warshs erste Rede als Fed Vorsitzender in Jackson Hole: Er stellte die Inflationsbekämpfung in den Vordergrund, woraufhin der Markt eine Zinserhöhung im September mit rund 65 % Wahrscheinlichkeit einpreiste. Vor allem das kurze Ende geriet unter Druck; auf Monatssicht zeichnete sich eine Verflachung der US-Zinsstrukturkurve ab (2 Jahre +5 BP, 30 Jahre -3 BP). In Europa trieben Inflationsdaten und die mittlerweile als nahezu sicher erwartete Zinsanhebung der EZB im September die Bundrenditen über alle Laufzeiten um rund 12 BP nach oben. Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen hingegen engten sich vor allem bei den schwächeren Qualitäten ein, was den Zinsanstieg vor allem im High-Yield-Bereich überkompensierte.

Globale Wandelanleihen profitierten von den steigenden Aktienmärkten und den rückläufigen Risikoaufschlägen, während die leicht höheren Renditen kaum belasteten. In diesem Umfeld erzielte der Fonds im Berichtszeitraum einen Wertzuwachs von 0,7 %. Das Fondsdelta blieb mit 44 % gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert.