Nach zwei starken Monaten kühlten die globalen Aktienmärkte im Juni zeitweise ab, während die Renditen dies- und jenseits des Atlantiks auseinanderliefen. Für Wandelanleihen war das Umfeld herausfordernd. Wie unser Convertible-Fonds darauf reagiert hat.
Ein Mitte Juni unterzeichnetes Abkommen brachte eine 60-tägige Waffenruhe und die Wiederöffnung der Straße von Hormus; der Ölpreis fiel daraufhin auf rund 73 US-Dollar je Barrel fast auf das Vorkriegsniveau zurück. Für Wandelanleihen war das Umfeld herausfordernd.
Auffällig war die Divergenz innerhalb des Technologiesektors: Während Halbleiterwerte (+12,6 %) vom Memory-Boom weiter profitierten, gerieten Softwaretitel (-10,9 %) und die großen Plattformkonzerne deutlich unter Druck, belastet unter anderem durch einen Pressebericht über eine Verschiebung des OpenAI-Börsengangs. Marktbreite Segmente hielten dagegen: Der Dow Jones (+2,7 %) und der Russell 2000 (+3,7 %) schlossen positiv, während der S&P 500 knapp 1 % verlor.
In Europa stieg der STOXX Europe 600 um 2,7 %, angeführt von Banken (+6,4 %), Versicherern und Reisewerten, während Energiewerte (-4,8 %) unter dem Ölpreisverfall litten. In Asien profitierte der Nikkei (+5,7 %) von Yen-Schwäche und KI-Investitionsboom, während der Hang Seng 8,5 % verlor – belastet durch die fehlende Anbindung an die KI-Hardware-Wertschöpfungskette und die über die Dollarbindung importierte restriktive US-Geldpolitik.
Der koreanische KOSPI verzeichnete im Berichtsmonat eine ausgeprägte Volatilität. Nach einem Einbruch von 10 % in den ersten Handelstagen setzte eine schrittweise Erholung ein, die den Index zwischenzeitlich zu einen Wertzuwachs von mehr als 5 % führte. Im weiteren Verlauf gab er diese Gewinne jedoch wieder ab und schloss den Monat nahezu unverändert.
An den Anleihemärkten setzte sich die Differenzierung auf beiden Seiten des Atlantiks weiter fort. Nach der weithin erwarteten Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte (BP) auf 2,25 % sorgten die Friedensverhandlungen für deutliche Entspannung bei Euro-Anleihen (rund 5 BP bei deutschen Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 5 Jahren).
In den USA hingegen notierten die Renditen spürbar höher auf Monatssicht. Getrieben wurde diese Entwicklung von der „hawkisheren“ Haltung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) – inmitten der vergleichsweise robusten US-Wirtschaftslage mit zuletzt wieder stärkerem Arbeitsmarktbericht und der KI-getriebenen Produktivitätseuphorie. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen um rund 10 BP im fünfjährigen Laufzeitbereich – bei zweijährigen Laufzeiten sogar um gut 15 BP. Die unterschiedlichen Entwicklungen am kurzen und langen Ende der Zinsstruktur führten sowohl in Europa als auch in den USA zu einer Verflachung der Zinskurven.



