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Geldanlage
3 Minuten

Fünf Gründe für den schwachen Goldpreis

- Simon Jäger

Am Montag verzeichnete Gold den größten Wochenverlust seit 1983 – am Mittwoch hat sich der Preis wieder etwas erholt. Die aktuellen Marktbewegungen erfordern starke Nerven. Was steckt dahinter?

Die starken Schwankungen beim Goldpreis fordern Anlegerinnen und Anleger derzeit heraus. Dennoch sind die Kursverluste seit dem Kriegsausbruch im Nahen Osten nicht ungewöhnlich. Eigentlich gilt: Geopolitische Risiken treiben den Goldpreis. Warum also diesmal nicht?

In frühen Phasen extremer Stresssituationen kommt es häufig zu genau solchen Reaktionen – derzeit besonders sichtbar übrigens auch beim Silberpreis.

Fünf Gründe, die aktuell dahinterstehen können:

  1. Gewinnmitnahmen: Gold zeigt zuletzt eine höhere Korrelation mit dem Aktienmarkt. Als liquides Asset und nach der rund 60-prozentigen Rally im vergangenen Jahr werden Rücksetzer verstärkt genutzt, um Gewinne zu realisieren und Liquidität zu schaffen. Das konnte man auch in der frühen Phase von Finanz- und Coronakrise beobachten.
     
  2. Schwellenländer: Zentralbanken waren zuletzt bedeutende Goldkäufer. Einige Notenbanken in Schwellenländern sehen sich durch den Krieg im Iran und den damit verbundenen Verwerfungen an den Währungsmärkten jedoch zunehmend unter Druck und prüfen nun auch Goldverkäufe. Dazu zählt etwa die Türkei. Auch in Polen wird diskutiert, Goldreserven zur Finanzierung höherer Verteidigungsausgaben zu nutzen.
     
  3. Gold-ETFs: Analysten zufolge haben institutionelle Investoren seit Kriegsbeginn weltweit rund 10,8 Milliarden US-Dollar aus Gold-ETFs abgezogen.
     
  4. Starker Dollar: Der US-Dollar hat seit Kriegsausbruch deutlich zugelegt. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, verteuert es sich für Investoren außerhalb der USA – die Nachfrage sinkt entsprechend.
     
  5. Inflationssorgen und Zinsen:Steigende Ölpreise schüren Inflationsängste. Gleichzeitig rechnen viele eher mit steigenden als mit sinkenden Zinsen. Dadurch werden zinstragende Anlagen attraktiver – und Gold, das keine laufenden Erträge bietet, verliert im Vergleich an Reiz.

Bedeutet das, dass Gold grundsätzlich nicht mehr als „sicherer Hafen“ geeignet ist? Keineswegs. Das Edelmetall sollte langfristig ein fester Bestandteil eines breit aufgestellten Vermögens sein. Ein Goldanteil von etwa 10 Prozent am Gesamtvermögen ist für uns dabei eine gute Orientierungsgröße.

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