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Blick auf die Zahlen

- Flossbach von Storch - Multiple Opportunities

Die Quartalsergebnisse der Tech-Konzerne zeigten sich stabil – und es gab manche Überraschungen. Negativ wirkte der andauernde Konflikt im Nahen Osten. Die April-Bilanz unseres größten Multi-Asset-Fonds, des Flossbach von Storch - SICAV Multiple Opportunities.

Im Fokus der Investoren standen im April insbesondere die Quartalsergebnisse der großen Technologieunternehmen, die einmal mehr die zentrale Rolle des Sektors für die Aktienmarktentwicklung unterstrichen. Insgesamt fielen die Zahlen überwiegend solide aus, wobei gerade Unternehmen mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz und Cloud-Infrastruktur positive Überraschungen liefern konnten. Dies führte bei einzelnen Titeln bereits vor Bekanntgabe der Ergebnisse zu kräftigen Kursanstiegen, sodass im Portfolio im April die Aktien von Amazon, Alphabet und nach den Zahlen die japanische Keyence die größten Wertbeiträge lieferten. Der Anstieg am Aktienmarkt konzentrierte sich weiterhin auf wenige große Wachstumswerte, die den Investitionsboom in KI befeuern und/oder von ihm profitieren. 

Ein zweiter wichtiger Einflussfaktor für die Aktienmärkte ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Anders als zunächst erwartet, zieht sich die Auseinandersetzung um die Öffnung der Straße von Hormus länger hin, was die Unsicherheit an den Energie- und Rohstoffmärkten weiter hochhält. Die stark gestiegenen Öl- und Benzinpreise mindern die Kaufkraft der Verbraucher und erhöhen die Kosten der Unternehmen. Das hat die Aktien der Konsumgüterhersteller belastet, die im April negativ zur Fondspreisentwicklung beitrugen und zu einem Anstieg der Inflationsraten auf 3,3 % in den USA und 3 % in der Eurozone geführt haben.

Auch deshalb signalisierte die US-Notenbank Zurückhaltung im Hinblick auf weitere Zinssenkungen und machte deutlich, dass die Geldpolitik länger restriktiv bleiben könnte als bislang vom Markt erwartet. Ein wesentlicher Grund ist der anhaltende KI-Investitionsboom, der vor allem der US-Wirtschaft hilft, die negativen Auswirkungen des Ölschocks und das Risiko einer Rezession zu begrenzen. Damit wirken zwei gegenläufige Konjunktureffekte auf die Zinspolitik der Notenbanken und die Aktienmärkte ein.

Dies wirkt sich auch auf unser Aktienportfolio aus. Während Aktien wie Alphabet, Amazon, Schneider Electric oder Legrand vom Investitionsboom profitieren, leiden die konsumnahen Werte unter dem aktuellen Umfeld. Etwas weniger plausibel erscheint der Rückgang bei Aktien aus dem Medizintechnologiebereich, wie Abbott Labs oder Thermo Fisher, die trotz solider Geschäftsentwicklung und tiefer Bewertungsniveaus weiter nachgaben. Das hat den positiven Beitrag der Aktien auf die Wertentwicklung des Fonds begrenzt. Insgesamt ist das Aktienportfolio aber weniger stark auf einzelne große Technologiewerte konzentriert und damit auch weniger abhängig von der Entwicklung eines einzigen Trends.

Nach Abzug der Teilabsicherung auf den amerikanischen Aktienindex S&P 500, die wir sukzessive von 7,9 auf 5,7 % reduziert haben, ergibt dies eine Nettoquote von rund 73 %. Den Goldanteil haben wir im Zuge des Goldpreisanstiegs in der ersten Monatshälfte weiter leicht auf 8,7 % gesenkt.