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Eine Alternative in bewegten Zeiten

- Flossbach von Storch - Global Convertible Bond

Die Aktienrally setzte sich im Mai fort, was auch an einer Ausweitung der KI-Rally lag. Bei den Anleiherenditen zeigten sich in der Eurozone und den USA gegenläufige Trends. Wandelanleihen konnten weiter zulegen, wie der Monatskommentar unseres Global-Convertible-Fonds zeigt.

Die globalen Aktienmärkte setzten ihre Aufwärtsbewegung im Mai trotz anhaltender geopolitischer Spannungen zwischen den USA und dem Iran fort. Zwar führten Anzeichen für eine länger anhaltende Eskalation zwischenzeitlich zu steigenden Ölpreisen und moderatem Verkaufsdruck an den Aktienmärkten, positive Nachrichten aus dem geopolitischen Umfeld sorgten jedoch wiederholt für Entspannung und sorgten für deutliche Kursanstiege (MSCI World +4,6 % in US-Dollar).

Haupttreiber der positiven Marktentwicklung waren erneut Technologiewerte im Umfeld der Künstlichen Intelligenz. Die hohe Konzentration der Kursgewinne auf diesen Sektor spiegelte sich insbesondere in der Entwicklung der US-Aktienindizes wider. Während der Dow-Jones-Index im Berichtszeitraum um rund 2,9 % zulegte, verzeichnete der technologielastige Nasdaq-100 einen Anstieg von mehr als 10 %.

Die europäischen Aktienmärkte, die weniger KI-Konzentration und eine höhere Energiepreis- und Angebotsabhängigkeit aufweisen, entwickelten sich mit 2–3 % unterdurchschnittlich. Besonders ausgeprägt waren die Unterschiede innerhalb Asiens. Während der japanische Nikkei um rund 12 % und der stark halbleiterlastige koreanische KOSPI-Index sogar um mehr als 28 % zulegten, verlor der Hang-Seng-Index auf Monatssicht 1,7 %.

Belastend wirkten insbesondere die verschärften regulatorischen Vorgaben für grenzüberschreitend tätige Broker in China, die vor allem bei privat dominierten Marktsegmenten für Verunsicherung sorgten.

Im Mai war an den Anleihemärkten eine deutliche Differenzierung auf beiden Seiten des Atlantiks zu beobachten. In der Eurozone waren die Renditen rückläufig, wobei sich die Zinsstrukturkurve spürbar versteilerte (der Renditerückgang war bei kurzen und mittleren Laufzeiten stärker ausgeprägt). Getrieben wurde diese Entwicklung von zunehmender Hoffnung auf eine baldige Lösung des Iran-Konflikts und damit einhergehend rückläufigen Inflationserwartungen. Die zuvor am Markt äußerst restriktiven Erwartungen bezüglich der Leitzinsentwicklung wurden im Monatsverlauf entsprechend zurückgeschraubt.

Auf der anderen Seite des Atlantiks verflachte sich die US-Zinsstrukturkurve hingegen – mit kräftigem Renditeanstieg bei kurzen Laufzeiten. Die leicht rückläufigen US-Inflationserwartungen wurden hier durch eine steigende Realzinskomponente überkompensiert – vor allem getrieben von „hawkishen“ Kommentaren der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Auch der neu ernannte Fed-Chair Kevin Warsh äußerte sich restriktiver (als erwartet), sodass jegliche Hoffnungen auf Zinssenkungen enttäuscht wurden und sogar (nahezu) eine ganze Zinsanhebung bis Jahresende eingepreist wurde.

Wandelanleihen profitierten vor allem von dem konstruktiven Aktienmarktumfeld. Der Fondspreis stieg im Berichtszeitraum um 1,4 %. Das Delta lag zum Monatsende bei 47 % und somit weitgehend unverändert zum Vormonat.