06.08.2020 - Flossbach von Storch

Richtig mischen


Richtig mischen
Arbeitssituation

Ein Vermögen sollte „breit aufgestellt“ sein. Diversifiziert. Wer kennt ihn nicht, diesen Ratschlag – aber was genau steckt dahinter?

Ein Vermögen sollte stets diversifiziert, also breit aufgestellt sein. Nicht alles auf das Sparbuch. Nicht alles in Anleihen. Und auch nicht alles in Aktien oder Edelmetalle. In der Diversifikation spiegelt sich die Einsicht des Anlegers wider, die Zukunft nicht vorhersagen zu können, sich aber – so gut es geht – wappnen zu wollen.

Den Währungsraum nicht vergessen

Diversifikation bedeutet aber nicht nur, sein Vermögen auf verschiedene Anlageklassen und Einzeltitel aufzuteilen. Das wäre zu kurz gesprungen. Ein Vermögen sinnvoll zu streuen bedeutet auch, es auf verschiedene Währungsräume aufzuteilen. Ein Investor aus dem Euroraum beispielsweise tut gut daran, nicht all sein Geld in der Heimatwährung zu disponieren, sondern auch in ‚robusteren‘ Währungen – in Währungsräumen, die weniger verschuldet sind und wo das Zinsniveau noch vergleichsweise „gesund“ ist, grob vereinfacht.

Währungen haben aber noch eine weitere Komponente. Denn es geht nicht nur darum, in welcher Währung Anleihe oder Aktie, die ein Investor erwirbt, notieren. Sondern auch darum, in welchen Währungen ein Unternehmen, dessen Aktie oder Anleihe ein Investor hält, den Großteil seines Geschäftes abwickelt. Für die Gewinnaussichten eines Konzerns aus der Eurozone, der den Großteil seiner Umsätze im US-Dollarraum erzielt (und über die US-Währung abrechnet), ist die Währungsentwicklung sehr bedeutsam. Auch das muss ein Investor bei seinen Anlageentscheidungen berücksichtigen.

Das Umfeld bestimmt die „Komposition“

Aber selbst wenn er all das getan hat – das Vermögen aufgeteilt auf verschiedene Anlageklassen, Einzeltitel und Währungen – muss er die einzelnen Bausteine noch sinnvoll zusammenfügen. Wie hoch sollte der Aktienanteil bemessen sein, wenn der Zins von den Notenbanken faktisch abgeschafft ist? Was bedeutet das für den Rentenanteil, der die Portfolioentwicklung eigentlich stabilisieren soll? Und wie hoch muss der Goldanteil (auch in Relation zu den anderen Anlageklassen) sein, damit das Edelmetall seiner Versicherungsfunktion gerecht werden kann? Die Komposition eines Portfolios leitet sich aus dem Kapitalmarktumfeld ab – und sie sollte sich im Zeitverlauf flexibel anpassen lassen.

Ein Portfolio breit aufzustellen, ist also letztlich mehr, als es nur auf verschiedene Anlageklassen aufzuteilen.

 

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