Anleihen sind für viele Anleger zuletzt wieder stärker in den Fokus gerückt. Das veränderte Zinsumfeld hat ihre Attraktivität erhöht – insbesondere im Hinblick auf laufende Erträge und Stabilität im Portfolio.
Anleihe-ETFs ermöglichen einen breiten Zugang zu Rentenmärkten, indem sie Anleiheindizes abbilden und automatisiert in eine Vielzahl von Emittenten investieren.
Doch genau diese Systematik bringt strukturelle Nachteile mit sich:
- Hohe Gewichtung stark verschuldeter Emittenten
- Keine qualitative Auswahl einzelner Anleihen
- Keine aktive Steuerung von Risiken
Das bedeutet konkret:
Viele globale Anleiheindizes gewichten Staaten und Unternehmen mit hoher Verschuldung besonders stark, da diese das größte Emissionsvolumen haben – nicht unbedingt die mit der besten Bonität oder den stabilsten Geschäftsmodellen.
Für Anleger kann das bedeuten:
- Risiken werden nicht gezielt reduziert, sondern automatisch mit dem Markt übernommen
- Qualitätsunterschiede zwischen Emittenten bleiben unberücksichtigt
- Veränderungen im Marktumfeld führen nicht zu einer aktiven Anpassung des Portfolios
Von entscheidender Bedeutung für Investoren ist daher nicht nur der Zugang zum Markt, sondern die Auswahl und Steuerung der einzelnen Anleihen.