Anleihen sind Schuldverschreibungen von Staaten oder Unternehmen. Anleger stellen für eine definierte Laufzeit Kapital zur Verfügung und erhalten im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung zum Laufzeitende. Im Vergleich zu Aktien gelten Anleihen als berechenbarer, sie sind jedoch nicht risikolos, da sowohl laufende Zinszahlungen als auch die Rückzahlung von der wirtschaftlichen Situation des Schuldners (Staat oder Unternehmen) abhängen.
Ihre besondere Stärke entfalten Anleihen im Zusammenspiel mit anderen Anlageklassen. Sie reagieren oft anders auf wirtschaftliche und geldpolitische Entwicklungen als Aktien und können so zur Stabilisierung eines Portfolios beitragen.
Direkt in einzelne Anleihen zu investieren, ist jedoch nicht immer einfach. Viele Anleihen werden in hohen Mindeststückelungen – etwa ab 100.000 Euro – begeben. Gleichzeitig gilt auch bei Anleihen der Grundsatz der Diversifikation: Statt auf einzelne Titel zu setzen, sollten Anleger ihr Vermögen über verschiedene Emittenten, Laufzeiten und Bonitäten verteilen.
Welche Rolle Anleihen in einem Portfolio spielen sollten, hängt von mehreren Faktoren ab: dem Anlagehorizont, dem Bedarf an laufenden Erträgen, der Risikotragfähigkeit und den individuellen Zielen.