Tagesgeld ist eine Form der kurzfristigen Geldanlage, bei der Ein- und Auszahlungen jederzeit möglich sind. Das angelegte Kapital bleibt flexibel verfügbar, die Verzinsung kann sich jedoch im Zeitverlauf verändern.
Im Vergleich zu renditeorientierten Anlageklassen steht beim Tagesgeld nicht der Vermögenszuwachs, sondern die Liquidität und Stabilität im Vordergrund. Tagesgeld erfüllt damit eine klare Funktion im Portfolio: Es dient als Puffer für ungeplante Ausgaben, zur Überbrückung von Investitionsentscheidungen oder als Reserve in unsicheren Marktphasen.
Gleichzeitig ist Tagesgeld nicht darauf ausgelegt, Vermögen über längere Zeiträume real zu erhalten oder zu mehren. Da es sich um eine Forderung gegenüber einem Kreditinstitut handelt, besteht zudem ein Abhängigkeitsverhältnis zur Bank. Einlagen sind zwar im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einem bestimmten Betrag geschützt, darüber hinaus jedoch nicht.
Mit wachsendem Vermögen stellt sich deswegen die Frage: Wie viel Liquidität benötige ich? Und wie lässt sich Liquidität sinnvoll mit langfristigen Anlagezielen verbinden?