Emerging-Markets-Aktien tendierten im Februar per Saldo seitwärts. Am stärksten zulegen konnten chinesische Titel.
Emerging-Markets-Aktien tendierten im Februar per Saldo seitwärts. Am stärksten zulegen konnten chinesische Titel, nachdem die Vorstellung des neuesten generativen KI-Modells von DeepSeek für Euphorie sorgte.
Hinzu kam, dass Präsident Xi Jinping bei einem Symposium mit Vertretern privater Technologieunternehmern mehr Unterstützung und weniger Regulierung für den Technologiesektor andeutete. Die Tatsache, dass er auch dem Mitbegründer von Alibaba, Jack Ma, die Hand schüttelte, werteten Investoren als Signale für seine Rehabilitation. Rückläufig entwickelten sich hingegen der indonesische und der indische Aktienmarkt, wo internationale Investoren weiterhin auf der Verkäuferseite stehen.
Im Portfolio konnte im abgelaufenen Monat die Aktie des chinesischen Internetunternehmens Tencent stark zulegen. Das Unternehmen gilt als einer der Hauptprofiteure verstärkter Investitionen im Bereich KI. Außerdem kündigte das Unternehmen an, zukünftig das neue KI-Modell von DeepSeek in seine Social-Media-App „WeChat“ integrieren zu wollen. Zulegen konnte auch die Aktie des chinesischen E-Commerce-Anbieters Alibaba. Das Unternehmen berichtete gute Quartalsergebnisse. Der Marktanteil im E-Commerce-Geschäft hat sich stabilisiert sich und die Provisionserträge sind gestiegen. Auch für das Cloud-Geschäft gab es einen positiveren Ausblick. So sollen die Investitionen in die Cloud- und KI-Infrastruktur in den nächsten drei Jahren die Ausgaben des vergangenen Jahrzehnts übersteigen und sich auf rund 50 Milliarden US-Dollar belaufen. Des Weiteren wurde eine Partnerschaft mit Apple angekündigt, um KI-Dienste für iPhones in China zu unterstützen.
Ebenfalls im Plus schloss die Aktie des lateinamerikanischen E-Commerce und Fintech-Anbieters Mercadolibre. Das Unternehmen hatte positive Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal berichtet und konnte weitere Marktanteile gewinnen. Rückläufig entwickelte sich jedoch die Aktie des taiwanesischen Auftragsfertigers für Halbleiterprodukte TSMC, was im Einklang mit dem gesamten Chipsektor stand. Das Unternehmen kündigte Investitionen im Umfang von 100 Milliarden US-Dollar in den USA an.
Auf der Verliererseite stand auch die Aktie der lateinamerikanischen Digitalbank Nu Holdings. Es wurden zwar gute Quartalszahlen berichtet, Marktteilnehmer hatten aber offensichtlich eine noch größere Steigerung erwartet. Tiefer notierte auch die Aktie des indischen IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services. Die Nachfrage nach Beratungsleistungen fiel zuletzt niedriger als erwartet aus.



