Der Nahost-Konflikt ist noch nicht gelöst, hohe Energiepreise bleiben ein Risiko für die Weltwirtschaft. Steigende Aktienkurse und sinkende Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen beflügelten aber die Wandelanleihen im April. Der Monatskommentar unseres Global-Convertible-Fonds.
Der Iran-Konflikt war auch im April der bestimmende Faktor für die Entwicklung der globalen Aktien- und Anleihemärkte. Die am 8. April unter Vermittlung Pakistans vereinbarte vorübergehende (und im späteren Monatsverlauf verlängerte) Waffenruhe leitete eine spürbare und bis Monatsende nahezu ungebrochene Erholung der globalen Aktienmärkte ein. Vor allem in den USA und in Asien erreichten die Indizes neue Höchststände. Und das, obwohl die zwischenzeitliche Öffnung der Straße von Hormus nach nicht einmal 24 Stunden anhielt und der Konflikt in den Kernfragen weiter ungelöst blieb.
Europäische Aktien konnten zwar ebenfalls zulegen, entwickelten sich aber im Vergleich unterdurchschnittlich. Aktien aus dem Halbleitersegment konnten aufgrund der anhaltend hohen Chipnachfrage sowie überzeugenden Quartalszahlen ihre beeindruckende Rally fortsetzen. Der technologielastige Nasdaq100 legte um 15,7 % zu, der S&P 500 um 10,5 %, der STOXX Europe 600 um 5,6 %, der japanische Nikkei 225 um 16,1 %, der halbleiterlastige koreanische KOSPI um 30,6 % und der chinesische Hang Seng um 4,1 %.
An den globalen Anleihemärkten zeigte sich ebenfalls eine Entspannung im Vergleich zum Vormonat. Zwar stiegen sowohl bei deutschen als auch bei US-amerikanischen Staatsanleihen die Zinsen aufgrund des anhaltend hohen Ölpreises leicht weiter an, die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen waren jedoch deutlich rückläufig. Unterm Strich war die Entwicklung von Unternehmensanleihen somit dennoch positiv. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beließ ihr Leitzinsband unverändert bei 3,50- 3,75 % und schwächte ihren bisherigen Ausblick auf zukünftige Lockerungen spürbar ab. Auf der anderen Seite des Atlantiks hielt die Europäische Zentralbank (EZB) ebenfalls an ihrem Leitzins von 2,0 % fest, deutete aber gleichzeitig an, dass sie im Juni mit dann ausreichend Informationen (und neuen Stabsprognosen) möglicherweise den Leitzins anheben könnte.
Die steigenden Aktienmärkte und die rückläufigen Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen wirkten sich positiv auf Wandelanleihen aus. Dies spiegelte sich auch in der Entwicklung des Fondspreises wider, der im Berichtszeitraum um 1,8 % zulegte. Im Zuge der Erholung am Aktienmarkt stieg das Fondsdelta zwischenzeitlich auf rund 44 % an, bevor wir es zum Monatsende durch gezielte Gewinnmitnahmen und Umschichtungen auf 41 % reduzierten, um dem weiterhin risikobehafteten Umfeld Rechnung zu tragen.



