Im September läutete auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) eine Zinswende ein. Zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren senkte die Fed ihre Leitzinsen – und das gleich um einen halben Prozentpunkt auf eine Bandbreite von 4,75 % bis 5,0 %.
Die Aufwärtsrisiken für die Inflation haben sich verringert, während sich die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft erhöhten. Dennoch schloss der globale Aktienindex MSCI World zum Ende des Monats auf seinem Allzeithoch (in Euro gerechnet).
Die globalen Anleiherenditen fielen weiter und markierten in den USA neue Jahrestiefststände. Der Bloomberg Barclays Global Aggregate TR Index hedged EUR, der die Entwicklung internationaler Anleihen aus Industrie- und Schwellenländern hoher Bonität abbildet, legte um 1,0 % zu. Der Goldpreis stieg kurz vor Quartalsende auf einen neuen Rekordstand von 2.672 Dollar beziehungsweise 2.391 Euro. Zum Monatsende sorgte die Ankündigung von Stimulus-Maßnahmen zur Stützung des schwachen Immobilienmarktes in China für Aufsehen. Der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft drohte anscheinend ein so großer Abschwung, dass die Regierung in Peking nach längerer Zeit der Zurückhaltung reagieren muss.
Auch in Nordamerika verliert die Konjunktur an Kraft, weswegen die Fed beherzt agierte. Denn historisch folgte nach einer ersten Zinssenkung seitens der Zentralbanken meist eine Rezession. Erste Anzeichen für eine schwächer werdende Wirtschaft lieferten Automobilhersteller, die ihre Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten revidieren mussten. Die Profitabilität der Premiumanbieter BMW und Mercedes bleibt aber hoch genug, um die erforderlichen Investitionen zu finanzieren und einen positiven freien Cashflow zu generieren. Die in den einschlägigen Aktienindizes hoch gewichteten Technologiewerte haben ein wenig an Zugkraft verloren und waren zuletzt nicht mehr so dominant wie im ersten Halbjahr.
Der Fonds profitierte im September von der positiven Entwicklung aller investierten Anlageklassen. Neben Aktien von Konsumgüterherstellern, wie denen des Spirituosenherstellers Diageo oder des Haushaltswarenherstellers Reckitt Benckiser, lieferten die Titel des Pharmaunternehmens Biontech oder der Deutschen Börse positive Wertbeiträge. Negativ schlugen die Aktien der Automobilhersteller BMW und Mercedes zu Buche. Die mit Abstand beste Einzelposition war Gold, welches um 5,2 %, in US-Dollar gerechnet, zulegte (4,5 % in Euro) und zum Monatsende noch 11,9 % des Portfolios ausmachte.
Wir haben Gold nach der Rally etwas reduziert. Das kurzfristige Kurspotenzial an den Aktienmärkten hat sich unseres Erachtens reduziert. Gleichzeitig ist das Risiko eines Rücksetzers gewachsen, denn die Bewertungen sind weiter gestiegen, obwohl sich die Gewinndynamik vieler Unternehmen abschwächt. Auch wenn sich in den USA noch keine Rezession abzeichnet halten wir es für opportun, einen kleinen Betrag des Fonds in eine Absicherung (Put- Optionen auf den S&P 500 Index) zu investieren. Sollte es zu einer stärkeren Korrektur an den Aktienmärkten kommen, würde das Rückschlagspotenzial für den Fonds begrenzt. Die Absicherungskosten halten sich in Grenzen, so dass der Fonds von steigenden Aktienkursen profitiert.



