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Der US-Dollar belastet die Emerging-Markets-Börsen

- Flossbach von Storch - Global Emerging Markets Equities

Der starke US-Dollar erwies sich im Dezember als Belastungsfaktor für die Emerging-Markets-Börsen.

Hinzu kamen Sorgen vor einem globalen Handelskrieg, sollte der neue US-Präsident seine Ankündigungen für drastische Zollerhöhungen in die Tat umsetzen. Außerdem gab es länderspezifische Entwicklungen, wie ein Amtsenthebungsverfahren in Südkorea und die Sorge vor einer Verschlechterung der Staatsfinanzen in Brasilien. Der südkoreanische Won, der brasilianische Real aber auch der südafrikanische Rand zählten zu den schwächeren Währungen.

Aus Emerging-Markets- Aktienfonds floss auch im Dezember Geld ab. Zulegen konnte der taiwanesische Aktienmarkt vor dem Hintergrund einer Stärke des Technologiesektors. Auch chinesische Aktien verzeichneten Kursgewinne. Am besten entwickelte sich im abgelaufenen Monat die Aktie des taiwanesischen Auftragsfertigers für Halbleiterprodukte TSMC. Die Nachfrage nach hochleistungsfähigen Rechenchips, bei dessen Produktion das Unternehmen über eine monopolartige Marktstellung verfügt, ist ungebrochen stark.

Zulegen konnte auch die Aktie des chinesischen Internetunternehmens Tencent. Das Unternehmen berichtete zuletzt eine deutliche Steigerung der operativen Marge. Zwar kann sich auch Tencent der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas nicht ganz entziehen, eine Wachstumserholung des Spielesegments und der Erfolg der eigenen Kurzvideoplattform glichen dies aber mehr als aus. Ebenfalls positiv entwickelte sich die Aktie des indischen Krankenhausbetreibers Apollo Hospitals, ohne dass wesentliche unternehmensspezifische Nachrichten vorlagen.

Auf der Verliererseite stand hingegen die Aktie des lateinamerikanischen E-Commerce und Fintech-Anbieters Mercadolibre. Die Währungsschwäche in Brasilien und Mexiko könnte sich belastend auf die nächsten Quartalsergebnisse auswirken. Einbußen verzeichnete auch die Aktie der brasilianischen Digitalbank Nu Holdings.

Investoren wurden durch das steigende Haushaltsdefizit verunsichert, das die brasilianische Zentralbank auch aufgrund steigender Inflationserwartungen zu weiteren Zinsanhebungen veranlassen könnte. Dies könnte sich temporär negativ auf das Kreditwachstum und die Zinsmarge der Bank auswirken. Rückläufig entwickelte sich zudem die Aktie des chinesischen E-Commerce Anbieters für lokale Dienstleistungen Meituan. Das Unternehmen könnte durch die anhaltenden Konsumschwäche in China belastet werden.  

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