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Emerging-Markets-Aktien mit moderaten Kurszuwächse

- Flossbach von Storch - Global Emerging Markets Equities

Emerging-Markets-Aktien mit moderaten Kurszuwächse

Lateinamerikas Märkte zeigen Erholungstendenzen. In Asien bleiben politische Impulse und Unsicherheiten bestimmende Faktoren.

Emerging-Markets-Aktien, gemessen am MSCI Emerging Markets, verzeichneten im Januar moderate Kurszuwächse. Insbesondere die Märkte in Brasilien und Mexiko konnten sich – unterstützt durch aufwertende Währungen – spürbar erholen.
In Asien blieben einige Märkte, bedingt durch das chinesische Neujahrsfest, für einige Tage geschlossen.

In Indien stellte Finanzministerin Nirmala Sitharaman den Haushaltsplan für das dort bald beginnende Fiskaljahr vor. Der Fokus liegt darauf, die Kaufkraft der Mittelschicht zu stärken.

Stark zulegen konnte im abgelaufenen Monat die Aktie der lateinamerikanischen Digitalbank Nu Holdings. Damit holte die Aktie einen Großteil der Verluste aus den Vorwochen wieder auf. Nachdem die brasilianische Zentralbank den Leitzins um 100 Basispunkte auf 13,25 % angehoben hatte und der Real zuletzt gegen den US-Dollar wieder aufwertete, erwarteten Marktteilnehmer eine Verbesserung der makroökonomischen Entwicklung.
Ebenfalls im Plus schloss die Aktie des lateinamerikanischen E-Commerce und Fintech-Anbieters Mercadolibre. Auch hier konnte ein Großteil der Verluste aus den Vorwochen aufgeholt werden. Da das Unternehmen seine Zahlen in US-Dollar berichtet, seine Umsätze hingegen mehrheitlich in brasilianischem Real und mexikanischen Pesos erzielt, dürfte die Währungsentwicklung kurzfristig ein wichtiger Kurstreiber bleiben.

Zulegen konnte auch die Aktie des taiwanesischen Auftragsfertigers für Halbleiterprodukte TSMC. Die Nachfrage nach hochleistungsfähigen Rechenchips, bei dessen Produktion das Unternehmen über eine monopolartige Marktstellung verfügt, ist ungebrochen stark. Die Nachricht, dass das chinesische Start-Up Unternehmen DeepSeek eine KI-Anwendung entwickelt hat, die deutlich weniger Rechenleistung benötigt als andere Anbieter, sorgte zunächst auch für Kursverluste bei TSMC. Die Aktie erholte sich allerdings schnell wieder. Auf der Verliererseite im Berichtsmonat stand hingegen die Aktie der indischen HDFC Bank. Das Unternehmen setzt weiterhin auf eine Verbesserung wesentlicher Bilanzkennziffern, wie dem Verhältnis von Krediten zu Kundeneinlagen. Dies führt kurzfristig zu einer nachlassenden Gewinndynamik, verbessert aber die langfristigen Wachstumsaussichten der Bank.

Zu den Verlierern zählte auch die Aktie des chinesischen Internetunternehmens Tencent. Die USA haben das Unternehmen wegen angeblicher Verbindungen zum chinesischen Militär auf eine schwarze Liste gesetzt. Diese Blacklist des Pentagons sieht zwar keine spezifischen Sanktionen vor, verunsicherte Investoren zunächst aber trotzdem. Tencent bestreitet Verbindungen zum Militär.

Rückläufig entwickelte sich auch die Aktie der panasiatischen Versicherungsgruppe AIA. Wesentliche unternehmensspezifische Nachrichten lagen nicht vor.

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