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EU-Anleihen notieren höher als US-Anleihen im Januar

- Flossbach von Storch - Bond Opportunities

Während die Renditen bei US-Anleihen nach dem schwierigen Schlussquartal 2024 im Januar wieder leicht rückläufig waren, notierten die Renditen in der Eurozone etwas höher.

Zum Jahresstart erwies sich bei Euro-Anleihen insbesondere die Emissionswelle am Primärmarkt als Belastung. Die Makro-Daten zeigten sich erneut enorm volatil – in der Eurozone zunächst fester, dann aber mit einer schwächeren Tendenz.

Am Monatsende standen vor allem die Sitzungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus – beide blieben ohne Überraschung bei den Zinsentscheidungen selbst, allerdings mit leicht veränderter Rhetorik. Die Fed legte (wie erwartet) eine Pause ein und beließ ihr Leitzinsband bei 4,25 % - 4,50 %, wobei Fed-Chef Jerome Powell die „Hürde“ für zukünftige Zinssenkungen etwas höher legte.

In der Eurozone senkte die EZB ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,75 % (wie bereits im Vorfeld am Geldmarkt eingepreist worden war) und avisierte angesichts gestiegener Wachstumsrisiken weitere Zinsschritte. Im Nachgang der beiden Sitzungen konnten sich insbesondere Euro-Anleihen wieder spürbar erholen, während sich bei US-Anleihen angesichts der anstehenden Einführung weitreichender Zölle ein gemischtes Bild zeigte.

Die Realrenditen von inflationsgeschützten Papieren entwickelten sich nach ihrer Korrektur im Dezember wieder nach unten, was den zugehörigen Anleihen erste Kursgewinne bescherte. Trotz der Unsicherheiten zeigten sich die Risikoaufschläge (von Unternehmensanleihen) zunächst unbeeindruckt und notierten per Monatsende etwas niedriger. Nach einer zuerst abwartenden Haltung mit einer kleinen Rücknahme der Zinssensitivität haben wir den Renditeanstieg im Monatsverlauf dazu genutzt, die Gesamtduration des Portfolios wieder anzuheben – mit leichtem Übergewicht der Aktivität im Euroraum. Unter anderem geschah dies durch eine aktive Bewirtschaftung der Derivateposition sowie die weitere Aufstockung von inflationsgeschützten Anleihen, insbesondere aus Spanien. Umschichtungen und die Teilnahme an Neuemissionen erhöhte zudem die Allokation von Unternehmensanleihen leicht.

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