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Europa vorn, US-Aktien unter Druck

- Flossbach von Storch - Multiple Opportunities

Im Februar schnitt der europäische Aktienmarkt deutlich besser ab als der US-amerikanische. Das dürfte auch auf die ambitionierten Bewertungen vieler US-Titel zurückzuführen sein. 

Im Februar schnitten die europäischen Aktienmärkte (Dax: + 3,8 %, Eurostoxx 50: + 3,5 %) deutlich besser ab als die US-amerikanischen (S&P 500: - 1,1 %, in Euro gerechnet). Dieser Trend läuft bereits einige Monate und ist das Resultat der hohen Bewertung vieler US-Titel und zunehmender Unsicherheiten über die Maßnahmen der neuen US-Regierung. Die anhaltende Zolldiskussion und die unkalkulierbare Intervention der Trump-Regierung in den Ukraine-Konflikt sorgen bei Anlegern weltweit für Unruhe. Dies zeigt sich auch im Goldpreis, der mit 2.962 US-Dollar je Unze kurz vor Ende des Monats ein neues Rekordhoch markierte. Das Plus für Gold lag im Februar bei 2,1 % (in US-Dollar gerechnet). Das ist etwas mehr als der Anstieg in Euro, da der Dollar zuletzt leicht nachgab. Auch US-Staatsanleihen profitierten von der zunehmenden Unsicherheit. Die Kurse zehnjähriger US-Papiere profitierten von einem Rückgang der Rendite auf 4,21 %, was gut einen halben Prozentpunkt unter dem Jahreshöchststand liegt.  Die sogenannten „Magnificent 7“, also die sieben bedeutenden Technologieaktien in den USA, die im vergangenen Jahr das Marktgeschehen dominierten, sind mit Ausnahme von Meta alle schlecht in das neue Jahr gestartet. Besonders den Chipdesigner Nvidia hat es zuletzt erwischt. Nvidia war zwischenzeitlich das teuerste Unternehmen der Welt und hat diesen Platz jetzt wieder abgeben müssen.

Während es im Technologiesektor generell schlechter lief, konnte der Fonds im Februar aus den meisten Aktienbeteiligungen positive Wertbeiträge generieren und hat zusätzlich von Gold profitiert. Der Fondspreis notierte mit 0,4 % im Februar leicht im Plus. Wesentliche Wertbeiträge lieferten aktienseitig das Industriekonglomerat Berkshire Hathaway aus den USA, der Nahrungsmittelhersteller Nestlé sowie die Deutsche Börse und BMW. Die schwächsten Aktien waren im abgelaufenen Monat die beiden Technologietitel Alphabet und Amazon.

Im Februar haben wir aufgrund der hohen Bewertungen am US-amerikanischen Aktienmarkt eine Absicherung über Futures in Höhe von rund 8 % des Fondsvolumens aufgebaut, womit die Nettoaktienquote entsprechend niedriger als die ausgewiesene Quote von 71,3 % ist. Gleichzeitig haben wir nach den jüngsten Kursanstiegen bei einigen Einzeltiteln wie Berkshire Hathaway oder Visa die Gewichtungen etwas reduziert. Zudem nutzten wir die gestiegenen Goldpreise für einige Gewinnmitnahmen, so dass der Goldanteil im Portfolio moderat sank.

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