Im März stiegen die Renditen an den Anleihemärkten deutlich – und belasteten die Kurse. Die Krise im Nahen Osten und steigende Energiepreise sorgen für neue Inflationsängste.
Der Kriegsausbruch im Iran und der daraus resultierende Ölpreis-Schock sorgten in kürzester Zeit für erratische Verwerfungen an den globalen Anleihenmärkten. Dieser inflationäre Angebotsschock sorgte naturgemäß für steigende Renditen, insbesondere bei kurzen und mittleren Laufzeiten. Verstärkt wurde diese initiale Marktreaktion im Laufe des Monats durch die spürbar restriktivere Rhetorik der Zentralbanken sowie durch erzwungene Positionsschließungen bei Hedge-Fonds infolge des abrupten Anstiegs der Volatilität am Zinsmarkt (Liquidation sogenannter „Carry Trades“, also Zinsdifferenzgeschäfte auf dem Devisenmarkt).
Gleichzeitig führte das ausgeprägte „Risk-off“-Sentiment zu höheren Risikoaufschlägen und damit überproportionalen Kursrückschlägen bei Spreadprodukten. Einzig inflationsindexierte Anleihen (Inflation Linker) konnten in diesem Umfeld als „Safe Haven“ fungieren und sich mit positiver Wertentwicklung vom Gesamtmarkt entkoppeln. Diese höchst adversen geopolitischen Entwicklungen haben auch den Fonds getroffen, der die gute Wertentwicklung aus dem Januar und Februar wieder abgeben musste. Trotz der auf den ersten Blick hohen Duration konnte unsere ausgeprägte Allokation in inflationsindexierten Anleihen, die Absicherungsgeschäfte auf italienische Staatsanleihen und Zinsswaps am langen Ende der Zinsstrukturkurve, sowie Optionen auf Zinsfutures puffernd wirken, da letztere ihren Durationsbeitrag im Rahmen des Zinsanstiegs schnell vollständig verloren haben.
Im Portfolio haben wir Teilgewinne in Linkern realisiert, Absicherungen bei italienischen Staatsanleihen reduziert und an attraktiv bepreisten Neuemissionen von hochwertigen Unternehmensanleihen teilgenommen. Die laufende (vorausschauende) Rendite auf Fondsebene hat sich spürbar erhöht.



