Anfang des Monats war der Rentenmarkt von der politischen Lage in Frankreich geprägt, nachdem Premierminister Michel Barnier nach nur drei Monaten im Amt das Misstrauensvotum erhielt.
Die Risikoaufschläge von 10-jährigen französischen Staatsanleihen kletterten zeitweise auf neue Jahreshochs. Sie verharrten im Zuge einer Ratingherabstufung von Moody’s und anhaltender Sorgen über die weitere Handlungsfähigkeit und Stabilität der neuen Regierung auf diesen erhöhten Niveaus.
In der zweiten Monatshälfte sorgten dann die Zentralbanken für Impulse. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte ihren Leitzins um 25 Basispunkte (BP) auf 3,00 % und signalisierte weiteren Spielraum für Zinssenkungen, indem sie sowohl ihre Inflations- als auch ihre Wachstumsprognosen für 2025 und 2026 nach unten korrigierte.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) reduzierte zwar ebenfalls ihr Leitzinsband um 25 BP auf 4,25-4,50 %, kündigte jedoch an, 2025 nur noch mit zwei Zinssenkungen zu planen (anstelle von vier, wie noch in den vierteljährlichen Projektionen im September avisiert worden war). Gleichzeitig wurden die hauseigenen Inflationserwartungen für 2025 und 2026 mit Blick auf die fiskalischen Impulse der neuen Administration nach oben revidiert, wobei Fed-Präsident Jerome Powell ebenfalls die gestiegene Szenario-Unsicherheit betonte.
Im Monatsvergleich notierten die Renditen spürbar höher – im 5-jährigen Bereich um rund 33 BP bei US-Staatsanleihen und gut 23 BP bei deutschen Bundesanleihen. Diesen Rücksetzer haben wir für Zukäufe genutzt. Dabei haben wir im Zuge der Ausweitung des Renditedifferenzials zwischen den beiden Währungsräumen auf neue Jahreshochs den zuvor im Sommer signifikant reduzierten Anteil an US-Dollar-Duration im Portfolio wieder erhöht. Um auf potenzielle Opportunitäten inmitten reduzierter Liquidität über das Jahresende reagieren zu können, wurde die Kassenhaltung vorübergehend erhöht.



