Im Februar gab es Verluste bei einschlägigen KI-Gewinnern – die gigantischen Investitionen müssen sich auf Sicht auszahlen. Der Krieg im Iran belastet die Rohstoffmärkte und sorgt für Volatilität an den Börsen. Der Marktbericht des Flossbach von Storch - SICAV Multiple Opportunities zeigt: Die vorsichtige Aufstellung unseres größten Fonds zahlte aus.
Der Februar verlief an den internationalen Kapitalmärkten uneinheitlich. Während der breit gefasste Aktienindex MSCI World den Monat mit einem Plus von 1,5 % in Euro beendete, verzeichneten US-Aktien eine leichte Schwäche. Der S&P 500 schloss den Monat geringfügig im Minus. Der US-Dollar wertete gegenüber dem Euro leicht um 0,3 % auf. Am Anleihemarkt gaben die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen gegenüber dem Vormonat etwas nach; in den USA rentieren sie vorerst wieder unter der Marke von 4 %. Deutlich positiv entwickelte sich hingegen Gold mit einem Anstieg von 8,4 % (in Euro gerechnet).
Für erhöhte Aufmerksamkeit sorgte im Februar der deutliche Kursrutsch bei Nvidia, dem größten börsengelisteten Unternehmen der Welt. Nach einer starken Kursentwicklung in den vergangenen Quartalen führten hohe Erwartungen und Diskussionen über die Nachhaltigkeit der Investitionsdynamik im Bereich Künstliche Intelligenz zu Gewinnmitnahmen. Die Schwankungen im Technologiesektor verdeutlichen, wie sensibel insbesondere hoch bewertete Titel auf Veränderungen im Sentiment reagieren.
Im Portfolio zeigten sich im Februar vor allem defensive Konsumwerte besonders robust. So zählten Nestlé und Unilever neben dem französischen Industriespezialisten Legrand zu den besten Einzelwerten und lieferten die größten positiven Aktienbeiträge. Auf der anderen Seite entwickelten sich Novo Nordisk, Bechtle und Amazon schwächer und zählten zu den relativen Verlierern im Monatsverlauf. Die insgesamt größte positive Kontribution auf Gesamtfondsebene lieferte jedoch erneut das Edelmetall Gold.
Mit Blick nach vorn bleiben wir hinsichtlich der Investitionsdynamik großer Technologieunternehmen vorsichtig. Die angekündigten und bereits umgesetzten massiven Investitionen – insbesondere im Bereich KI-Infrastruktur – bergen Risiken. Die Ausgabepläne wurden mit der Bekanntgabe der Quartalszahlen für das vierte Quartal bei den meisten Technologieunternehmen sogar nochmals erhöht. Sollten sich Wachstumsannahmen als zu optimistisch erweisen oder Renditen auf diese Investitionen hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten weitere Kursanpassungen folgen. Zum Monatsende sorgte die US-amerikanische Intervention im Iran für erste Verwerfungen am Rohstoffmarkt, die sich in den darauffolgenden Handelstagen im März teilweise auch auf die Aktienmärkte übertrugen. Vor diesem Hintergrund achten wir weiterhin konsequent auf Bewertung, Bilanzqualität und die Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle unserer Beteiligungen. Zudem haben wir weiterhin rund acht Prozent der Aktienquote über Index-Futures abgesichert.



