Die Aktienmärkte der Emerging Markets schnitten den dritten Monat in Folge besser ab als in den Industrienationen. Anziehende Rohstoffpreise und Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz gaben Rückenwind, wie der Marktbericht unseres Fonds zeigt.
Emerging-Markets-Aktien legten im Februar spürbar zu und entwickelten sich damit den dritten Monat in Folge besser als Aktien aus den Industrienationen. Haupttreiber waren erneut ein beschleunigter Investitionszyklus im Bereich Künstliche Intelligenz und Halbleiter, der den südkoreanischen und taiwanesischen Aktienmarkt beflügelte. Hier erfolgten positive Gewinnrevisionen nach starken Quartalszahlen von Samsung Electronics und SK Hynix. Anziehende Rohstoffpreise – insbesondere im Bereich Edelmetalle und Kupfer – stützten die Märkte in Südafrika und Peru.
Der indische Aktienmarkt konnte sich von seiner unterdurchschnittlichen Entwicklung im Januar erholen und wieder etwas Boden gutmachen. Allerdings bestand bei IT-Serviceanbietern trotz des mittlerweile deutlich gesunkenen Bewertungsniveaus infolge der möglicherweise zugenommenen Disruption durch KI weiterhin Abgabedruck. Emerging-Markets-Aktienfonds konnten substantielle Mittelzuflüsse verbuchen, wobei der Großteil in passive ETFs floss. Zu den größten Gewinnern zählten erneut Unternehmen aus dem Halbleitersektor. So konnte die Aktie des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung Electronics spürbar zulegen. Investoren gehen von einem langanhaltenden Investitionszyklus im Bereich hochleistungsfähiger Speicherchips aus, bei den Samsung zuletzt einen technologischen Durchbruch erzielen konnte und nun Marktanteile von seinem Wettbewerber SK Hynix zurückgewinnen könnte.
Auch die Aktie des taiwanesischen Auftragsfertigers für Halbleiterprodukte TSMC konnte deutlich zulegen. Hier wirkten die starken Quartalszahlen, aus dem Vormonat nach und die Tatsache, dass das Management massive Kapitalinvestitionen in den Aufbau neuer Produktionskapazitäten ankündigte, was für einen optimistischen Ausblick spricht. Zulegen konnte auch die Aktie des indischen Krankenhausbetreibers Apollo Hospitals. Das Unternehmen hatte starke Quartalszahlen präsentiert. So konnte der Umsatz pro Bett zweistellig gesteigert werden. Eine kürzere durchschnittliche Aufenthaltsdauer, ein profitablerer Mix von Eingriffen und Preissteigerungen konnten die leicht fallende Auslastungsrate mehr als ausgleichen. Auch das Diagnostik- und Klinikgeschäft sowie das Distributionsgeschäft konnten starke Umsatzanstiege verbuchen.
Auf der Verliererseite stand hingegen die Aktie der lateinamerikanischen E-Commerce- und Fintech-Anbieters Mercadolibre. Das Unternehmen hatte zwar über ein sehr starkes Umsatzwachstum berichtet, die Marge sank aufgrund von anhaltend hohen Investments jedoch spürbar, was der Markt mit Abschlägen quittierte. Positiv ist, dass Mercadolibre trotz des gestiegenen Wettbewerbs im brasilianischen E-Commerce-Markt das Wachstum beschleunigen konnte, Marktanteile gewinnt und mehr Käufer bei einer höheren Retention anzieht. Negativ ist, dass dies mit einer tieferen Profitabilität erkauft wird. Die Aktie des chinesischen Internetunternehmens Tencent entwickelte sich ebenfalls rückläufig. Hier dürften Marktteilnehmer erwarten, dass Online-Gaming-Segment möglicherweise durch KI disruptiert werden kann. Allerdings verfügt das Unternehmen über ein starkes Ökosystem und eine solide Distributionsplattform, so dass es danach aussieht, dass die Aktie über Gebühr abgestraft wurde.



