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Schwindende Euphorie nach der US-Wahl

- Flossbach von Storch - Global Quality

Wie bereits im Vormonat schnitten im Februar die europäischen Aktienmärkte besser ab als die US-amerikanischen. Die starke Konzentration an den US-Börsen lastete auf der Wertentwicklung des S&P 500.

Wie bereits im Vormonat schnitten auch im Februar die europäischen Aktienmärkte (Eurostoxx 50: + 3,5 %) besser ab als die US-amerikanischen (S&P 500: -1,1 %, in Euro gerechnet). 
Die starke Konzentration an den US-Börsen, die von den Aktien einiger großer und zunehmend anspruchsvoll bewerteter Technologiekonzerne im vergangenen Jahr noch wiederholt zu neuen Höchstständen befördert wurden, lastete in den vergangenen Monaten auf der Wertentwicklung.

Die unzähligen Maßnahmen und Ankündigungen der neuen US-Regierung, die wie Hagelschauer auf die Märkte einprasselten, haben die anfängliche Euphorie nach der Wahl zunehmend in Verunsicherung umschlagen lassen. Währenddessen war auch die Berichtssaison der Unternehmen in vollem Gange. Von unseren Beteiligungen legten unter anderem der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé, das US-Konglomerat Berkshire Hathaway, die in den USA ansässige Google-Muttergesellschaft Alphabet sowie der Online-Einzelhändler und Cloud-Anbieter Amazon die Bücher für das abgelaufene Geschäftsjahr offen. Nestlé hat im vergangenen August Laurent Freixe zum CEO ernannt, was vor dem Hintergrund der zuletzt schwächeren Entwicklung bei Anlegern für etwas Erleichterung sorgte.

Zwar waren die Zahlen von manchen Gegenwinden geprägt – so sorgte etwa der starke Schweizer Franken für einen leicht rückläufigen Umsatz in Landeswährung gemessen. Allerdings konnte das abgesetzte Volumen nach einem Rückgang im Jahr 2023 im abgelaufenen Kalenderjahr wieder leicht gesteigert werden. Freixe äußerte zudem eine klare Vorstellung, wie er das Wachstum wieder stärken möchte. Berkshire Hathaways CEO Warren Buffet berichtete für das abgelaufene Geschäftsjahr unter anderem über eine starke Gewinnentwicklung im Versicherungsgeschäft, aber auch über deutliche Verkäufe im Aktienportfolio des Unternehmens. Buffett versicherte in seinem jährlichen Investorenbrief, dass Unternehmensbeteiligungen immer den größten Teil von Berkshires Portfolio ausmachen werden. Zu den aktuellen Bewertungsniveaus am Markt scheint Buffett aber nicht viele attraktive Investitionen zu finden, die Nettokasse ist mit 334 Milliarden US-Dollar auf einen neuen Rekordwert angewachsen.

Die Aktien der beiden Unternehmen leisteten im Berichtsmonat die größten positiven Wertbeiträge im Portfolio. Alphabet und Amazon konnten zwar beide über ein zweistelliges Umsatzwachstum und steigende Margen berichten. Vor dem Hintergrund der stark angestiegenen Erwartungshaltung im Zuge der beschriebenen Hausse am Markt reichte dies vielen Marktteilnehmern allerdings nicht, und die Aktien der beiden Unternehmen verzeichneten im Februar die größten negativen Wertbeiträge im Portfolio.

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