Skip to Content

Stabilität in der Krise

- Flossbach von Storch - Foundation Defensive

Der Konflikt im Nahen Osten ist noch nicht gelöst, die Energiekrise dauert an. Erste positive Signale kommen von den Börsen. Der Monatskommentar unseres defensiven Stiftungsfonds.

Mit der angekündigten Waffenruhe und der Hoffnung auf ein schnelles Ende des Konflikts im Nahen Osten kam es zunächst zu einer Entspannung an den Märkten. Die weiterhin angespannte Lage zeigte sich jedoch in den wiederkehrenden Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, einer der zentralen Meerengen für Öl- und Energieexporte. Unsicher bleibt, wie schnell sich die Angebotsstörungen im Energiesektor normalisieren und welche ökonomischen Folgen sich daraus ergeben.

In diesem Umfeld setzte eine kräftige Erholung an den Aktienmärkten ein, sodass der globale Leitindex MSCI World (in Euro, inklusive Dividenden gerechnet) im April um 7,6 % zulegen konnte. Vor diesem Hintergrund beließen sowohl die US-Notenbank Fed als auch die EZB ihre Leitzinsen unverändert und verwiesen auf die hohe Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen auf Inflation und Wachstum. Zugleich unterstrichen beide Zentralbanken ihren datenabhängigen Ansatz.

Die Renditen langfristiger Staatsanleihen blieben sowohl in der Eurozone als auch in den USA nahezu unverändert auf dem Niveau zu Monatsbeginn. Gold gab im Monatsverlauf in US‑Dollar um 1,1 % nach. Für Investoren aus der Eurozone wirkte sich zudem ein schwächerer Greenback belastend aus, der im Monatsverlauf um 1,5 % nachgab.

In diesem Umfeld konnte der Fondspreis einen Zuwachs von 1,1 % verzeichnen. Neben Anleihen trugen insbesondere Aktien positiv zur Wertentwicklung bei. Im Aktienbereich haben wir bei Coloplast und SAP weiter zugekauft und unter anderem Anteile bei DHL, Legrand und Pepsico verkauft. Zum Monatsende lag die Aktienquote höher bei 27,1 %.

Im Anleihenbestand haben wir uns weiterhin vor allem auf die Eurozone fokussiert und an einer Neuemission der französischen Bahn SNCF teilgenommen. Demgegenüber haben wir eine belgische Staatsanleihe reduziert. Zum Monatsende lag die Rentenquote bei 55,4 %, die Duration und laufende Rendite betrugen 6,3 bzw. 3,6 %. Das gewichtete Durchschnittsrating des Anleihenportfolios blieb bei AA.