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Wandelanleihen im Plus

- Flossbach von Storch - Global Convertible Bond

An den Aktienmärkten gab es einige markante Umschichtungen, während der nahende Krieg im Iran die Nachfrage nach sicheren Anlagen steigen ließ. Wanbdelanleihen konnten im Februar zulegen, ebenso wie unsers Global-Convertible-Fonds.

Im Februar standen vor allem zwei Entwicklungen im Zentrum der Aufmerksamkeit: Der US-Supreme Court erklärte den Großteil der von der Trump-Administration im Jahr 2025 verhängten Importzölle für ungültig, woraufhin der US-Präsident ankündigte, die globalen Zölle von 10 % auf 15 % anzuheben. Gleichzeitig richtete sich der Blick der Marktteilnehmer zunehmend auf die sich verschärfende Situation im Iran, die Ende des Monats mit einem Angriff der USA und Israels kulminierte und den Beginn einer militärischen Auseinandersetzung markiert, deren Dauer schwer abschätzbar ist.

Trotzdem setzte der globale Aktienmarkt (gemessen am MSCI World; +0,8 % in US-Dollar gerechnet) den positiven Jahresauftakt auch im Februar fort, wobei sowohl regional als auch sektoral eine signifikante Dispersion zu beobachten war. So vertiefte sich beispielsweise die seit Jahresbeginn gegenläufige Entwicklung von Software- und Halbleiter-Aktien. Erstere werden vom Markt zunehmend als Verlierer in Erwartung einer einschneidenden KI-Disruption durch Sprachmodelle wie Anthropics „Claude“ eingestuft, während Letztere aufgrund der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz, die auf eine anhaltend hohe Chipnachfrage hindeuten, als Gewinner eingestuft werden. Ebenfalls setzte sich die bessere Entwicklung von kleinen und mittelständischen Unternehmen gegenüber den hochkapitalisierten US Technologiekonzernen fort. So konnte der Russell 2000 um 0,8 % (alle nachfolgenden Aktienindizes jeweils in Lokalwährung) zulegen, während der NASDAQ 100 um 2,2 % nachgab. Auffällig war auch die regionale Divergenz: Während in den USA der S&P 500 den Monat mit leichten Verlusten beendete, konnten europäische Aktien, gemessen am STOXX Europe 600, um 3,9 % (in Euro) zulegen. In Asien setzten der japanische Nikkei (+11,4 %) und insbesondere der koreanische KOSPI (+19,7 % dank hoher Halbleiter- und Hardwaregewichtung) ihre beeindruckende Entwicklung seit Jahresbeginn fort, während der chinesische Hang Seng um rund 2,8 % nachgab.

An den globalen Anleihemärkten beließ die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins vorerst unverändert. Allerdings signalisierten EZBPräsidentin Lagarde und führende EZB-Mitglieder, dass die Risiken wieder zusehends symmetrischer eingeschätzt werden und ein anhaltend starker Euro die Inflation dämpfen könnte. Weitaus relevanter erwies sich jedoch die zunehmende Sorge vor einer Eskalation der Lage im Iran, woraufhin die Renditen sowohl in den USA als auch in der Eurozone im Monatsvergleich deutlich fielen, bei fünfjährigen Bundesanleihen um knapp 20 Basispunkte (BP), bei laufzeitgleichen US-Staatsanleihen um fast 30 BP.

Wandelanleihen profitierten vom Zusammenspiel aus rückläufigen Renditen und moderat zulegenden Aktienmärkten. Der Anteilspreis des Fonds konnte im Berichtszeitraum um 1,4 % zulegen und entwickelte sich damit besser als der globale Wandelanleihemarkt, der (gemessen am Refinitiv Global Focus EUR Hedged) aufgrund der schwächeren Entwicklung in den USA lediglich um 0,1 % zulegen konnte. Das Delta des Fonds stieg gegenüber dem Vormonat auf rund 43 % an. 

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