Der Nahost-Konflikt ist nicht gelöst. Noch sind die Bilanzen der Unternehmen stabil. Je länger die Energiepreise hoch bleiben, desto mehr steigt der Druck auf Lieferketten und Inflation. Wie sich unser Dividendenfonds im April geschlagen hat.
Der Iran‑Krieg sorgte auch im April für Bewegungen an den Finanzmärkten. Anfang des Monats zogen die Ölpreise weiter an, WTI und Brent kosteten zeitweise mehr als 110 US‑Dollar je Barrel (rund 159 Liter). Auch nach dem Waffenstillstand zwischen den USA und Iran blieb die Straße von Hormus de facto gesperrt. Nach einer kurzen Verschnaufpause zogen die Ölpreise im Monatsverlauf daher wieder an.
Die Weltwirtschaft zeigt sich noch relativ resilient. Je länger der Konflikt anhält, desto stärker dürften die Belastungen für die globalen Lieferketten und der Aufwärtsdruck auf die Inflationsraten ausfallen. Der Aktienmarkt schien diesbezügliche Sorgen jedoch schon wieder abgeschüttelt zu haben und konnte die Verluste des Vormonats wettmachen.
Der globale Index MSCI World beendete den April mit einem Plus von 7,6 % (in Euro und inklusive Dividenden gerechnet) und schloss damit auf einem neuen Allzeithoch. Ein Kurstreiber war die anlaufende Berichtssaison, die in der Breite das Bild einer relativ gesunden Gewinnentwicklung zeichnete – auch wenn Unsicherheit über die Folgen des Iran‑Kriegs in nahezu jedem Unternehmensausblick zur Sprache kam. Erneut war Euphorie rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) und den damit verbundenen Investitionsboom ein starker Treiber des Aktienmarktes.
Die drei größten positiven Wertbeiträge im Portfolio im Berichtsmonat kamen von unseren Beteiligungen an der Google‑Muttergesellschaft Alphabet, dem dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk sowie dem Technologiekonzern Microsoft. Alphabet und Microsoft sind beide als sogenannte „Hyperscaler“ Betreiber großer Datenzentren, deren Kapazität aktuell stark für KI‑Anwendungen nachgefragt und signifikant ausgebaut wird.
Die größten negativen Wertbeiträge kamen aus unseren Beteiligungen an dem Sportartikelhersteller Nike, der IT‑Beratungsgesellschaft Accenture sowie dem dänischen Medizintechnikkonzern Coloplast. Coloplast musste seinen Ausblick für das Gesamtjahr reduzieren, da Erstattungskürzungen in den USA für den Einsatz von biologischen Produkten bei der ambulanten Wundversorgung das dortige Geschäft belasten.
Dieser Bereich ist allerdings nur ein Teil des Wundversorgungssegments, das insgesamt weniger als 15 % des Konzernumsatzes ausmacht. Für das übrige Geschäft bestätigte das Management seine Erwartung eines organischen Wachstums von 7 bis 8 % für das im September endende Geschäftsjahr. Nichtsdestotrotz lastete die Nachricht auf der Kursentwicklung der Aktie.



