Ob selbst verdient oder geerbt – die Verwaltung eines Vermögens erfordert Expertise, Zeit und auch Interesse. Wer darüber nicht verfügt, kann es professionell verwalten lassen.
Doch wie finden Anlegerinnen und Anleger eine Vermögensverwaltung, die zu ihren individuellen Zielen und Anforderungen passt?
Mögliche Anbieter einer Vermögensverwaltung
Für Anleger kommen unterschiedliche Anbieter infrage, darunter zum Beispiel Banken und Sparkassen, Privatbanken, unabhängige Vermögensverwalter, Honorarberater oder – bei größeren Vermögen – Family Offices. Da der Begriff „Vermögensverwalter“ nicht rechtlich geschützt ist und das Angebot entsprechend vielfältig ausfällt, kann eine Orientierung entlang klarer Kriterien hilfreich sein.
Erfahrung, Größe und organisatorische Struktur
Ein möglicher Anhaltspunkt bei der Auswahl ist die organisatorische Aufstellung eines Anbieters. Dazu zählen unter anderem:
- die Größe des Unternehmens, gemessen an der Anzahl der Mitarbeitenden oder am insgesamt verwalteten Vermögen. Passt eher eine Boutique, ein globaler Anbieter oder etwas dazwischen?
- die personelle Besetzung zentraler Funktionen wie Portfoliomanagement, Analyse und Kundenberatung. Wer trifft bei dem Vermögensverwalter die relevanten Entscheidungen?
- Informationen zur Reife, zur Historie des Unternehmens und der Eigentümerstruktur. Häufige Eigentümerwechsel oder organisatorische Umbrüche können mit veränderten Schwerpunkten einhergehen. Fühlen sich Anleger bei einem Start-up oder bei einem institutionellen Vermögensverwalter besser aufgehoben?
- das Produkt- und Leistungsangebot, da sich Anbieter etwa in der Fokussierung auf bestimmte Anlageklassen oder Strategien unterscheiden. Wird aktiv oder passiv investiert?
Unabhängig von der organisatorischen Aufstellung sollten Anleger darauf achten, dass der Vermögensverwalter über eine Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verfügt.
Anlagestrategie und Investmentansatz
Ein zentrales Auswahlkriterium ist zudem die Anlagestrategie. Dabei geht es weniger um einzelne Investitionen als um die grundsätzliche Herangehensweise, zum Beispiel:
- Gibt es eine klar definierte und nachvollziehbare Anlagestrategie?
- Besteht ein regionaler Fokus oder handelt es sich um einen globalen Ansatz?
- Liegen den Anlageentscheidungen fundamentale Analysen zugrunde oder regelbasierte, quantitative Ansätze?
- Verfügt der Anbieter über eigene Analysten oder wird externes Research genutzt?
- Wie konsequent wird die Anlagestrategie über verschiedene Marktphasen hinweg umgesetzt?
- Wird aktiv investiert oder agiert der Vermögensverwalter über passive ETFs?
Entscheidend ist, dass Strategie und Anlageprozess transparent und verständlich beschrieben werden. Es ist ratsam, nur in Strategien zu investieren, die man selbst versteht.
Nachhaltigkeits- und Wertvorstellungen
Für einige Anleger spielen neben finanziellen Aspekten auch persönliche Wertvorstellungen eine Rolle. Dazu zählen etwa Nachhaltigkeitskriterien oder der Ausschluss bestimmter Branchen. Informationen dazu finden sich häufig in den öffentlich zugänglichen Grundsätzen oder ESG-Leitlinien des Vermögensverwalters.
Grundsätzlich sollte das Angebot der Vermögensverwaltung zu den Erwartungen und Bedürfnissen von Anlegern passen. Dazu gehört, dass die Vermögensallokation, also die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, auf die individuelle Risikoneigung, die Renditeziele und den Anlagehorizont abgestimmt wird.
Die Kosten einer Vermögensverwaltung
Auch die Kosten sind ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung für oder gegen einen Vermögensverwalter. Diese können variieren und auf unterschiedliche Arten ausgewiesen werden. So arbeiten einige Anbieter mit erfolgsabhängigen Gebühren, andere mit All-in-Gebühren. Kommen Fonds oder ETFs zum Einsatz, können zusätzlich Produktkosten anfallen. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Details.
Transparenz und persönlicher Kontakt
Je nachvollziehbarer die Dienstleistung des Vermögensverwalters ausgestaltet ist, desto besser werden sich Anleger aufgehoben fühlen. Das bedeutet, dass die Kosten detailliert erläutert werden und Einblick in die Zusammensetzung des Portfolios besteht.
Auch die persönliche Betreuung ist ein wesentlicher Aspekt für die Zufriedenheit von Anlegern. Sind die Ansprechpartner gut erreichbar? Nehmen sie sich ausreichend Zeit, um relevante Aspekte zu erklären? Ein erstes Gespräch kann helfen einzuschätzen, ob auf Wünsche und individuelle Anliegen eingegangen wird.
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