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Diversifikation zahlt sich aus

- Flossbach von Storch - Bond Defensive

Der Dezember brachte auf den Rentenmärkten einige Herausforderungen. Die Renditen zogen an, vor allem bei längeren Laufzeiten (was die Kurse belastete). Wie unser defensiver Anleihefonds die Herausforderungen im Dezember meisterte.

Der Dezember erwies sich als schwieriger Jahresabschluss für die globalen Rentenmärkte – mit im Monatsvergleich höheren Renditen und steileren Zinsstrukturkurven auf beiden Seiten des Atlantiks. Einzig bei kurzlaufenden US-Anleihen waren die Renditen leicht rückläufig.  

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) reduzierte ihr Leitzinsband in ihrer Dezembersitzung erneut um 25 Basispunkte, BP (auf 3,50-3,75 %). Gleichzeitig deutete Fed-Präsident Jerome Powell mit Blick auf den US-Arbeitsmarkt an, dass die neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft (die sogenannten Non-Farm-Payrolls) zuletzt möglicherweise um bis zu 60.000 Stellen pro Monat überschätzt worden sein könnten.  

Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigte sich hingegen weiter abwartend, beließ ihren Leitzins unverändert bei 2,0 % und enttäuschte damit Hoffnungen auf weitere geldpolitische Lockerung. EZB-Mitglied Isabel Schnabel deutete sogar an, dass sie sich im nächsten Schritt möglicherweise auch eine Zinsanhebung vorstellen könnte. Wenngleich diese Kommentare unseres Erachtens überzogen erscheinen, sorgten sie inmitten einer zunehmend dünneren Sekundärmarktliquidität zum Jahresende für steigende Renditen.  

Bei (ultra-)langen Laufzeiten belastete darüber hinaus der Ausblick auf rückläufige Nachfrage durch regulatorisch bedingte Allokationsanpassungen bei niederländischen Pensionsfonds (als eine der wichtigsten Investorengruppen in diesem Segment). Die Wertentwicklung des Fonds war im Dezember durch unsere Diversifikation über kurzlaufende US-Anleihen (vollständig währungsgesichert) nur leicht negativ. Den Renditeanstieg bei Euro-Anleihen haben wir genutzt, um die Duration über kurze und mittlere Laufzeiten graduell weiter zu erhöhen, auf zuletzt rund 2,6 Jahre.  

Für 2026 sind am Markt nahezu keine weiteren EZB-Zinssenkungen mehr eingepreist, und wir bewerten die zuletzt „neutrale“ Haltung der EZB perspektivisch als (zu) restriktiv. Bei Spreadprodukten waren die Risikoaufschläge im Dezember rückläufig. Wir setzen bei den aktuellen Spreadniveaus auf eine insgesamt defensive Positionierung mit vorwiegend qualitativ hochwertigen Emittenten. 

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