Skip to Content
Skip to Content

Kursgewinne in den Schwellenländern

- Flossbach von Storch - Global Emerging Markets Equities

Hohe Mittelzuflüsse, steigende Rohstoffpreise und ein schwacher US-Dollar sorgten im Januar für Kursgewinne an den Börsen der Emerging Markets. Regional gab es deutliche Unterschiede, wie der Marktbericht unseres Emerging-Markets-Fonds zeigt.

Emerging-Markets-Aktien konnten im Januar deutliche Kurszuwächse verbuchen. Haupttreiber waren ein schwacher US-Dollar, anhaltend hohe Mittelzuflüsse in Emerging-Markets-Aktienfonds sowie stark steigende Rohstoff- und Edelmetallpreise. Letztere beflügelten vor allem die lateinamerikanischen Börsen und den südafrikanischen Markt und führten ebenfalls zu aufwertenden Währungen. Außerdem wirkten sich die soliden Quartalsergebnisse aus dem Halbleitersektor positiv auf die Aktienmärkte in Südkorea und Taiwan aus. Rückläufig entwickelten sich hingegen indonesische Aktien, nachdem bekannt wurde, dass der Indexanbieter MSCI erwägt, das Land möglicherweise von seinem Status als Emerging Market zu einem Frontier Market zu deklassifizieren. Auch der indische Aktienmarkt gab im Januar etwas nach.

Zu den größten Gewinnern zählten erneut Unternehmen aus dem Halbleitersektor. So konnte die Aktie des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung Electronics spürbar zulegen. Das Unternehmen verbuchte eine massive Umsatzsteigerung und konnte den operativen Gewinn mehr als verdreifachen. Haupttreiber war das Speicherchipsegment getrieben durch Volumenzuwächse und vor allem Preisanstiege. Das Management zeigt sich weiterhin sehr zuversichtlich, was die Wettbewerbsfähigkeit Samsungs bei HBM4-Speicherchips angeht. Die gesamte Kapazität für 2026 ist bereits ausgebucht.

Auch ASML berichtete über ein gutes abgelaufenes Quartal. Zusätzlich sprach das Management von einem in den vergangenen Monaten deutlich verbesserten Umfeld, das im letzten Quartal zu einem Rekordauftragseingang führte. Ein Großteil davon entfiel auf die besonders teuren und Extreme Ultraviolet (EUV) Lithografie-Maschinen. Auch die Aktie des taiwanesischen Auftragsfertigers für Halbleiterprodukte TSMC konnte deutlich zulegen, nachdem das Unternehmen sehr starke Quartalszahlen präsentiert hatte. Auch hier gab es einen signifikanten Umsatzanstieg und eine deutliche Margenverbesserung, die zu einem überproportionalen Ergebnisanstieg führte. Außerdem kündigte das Management massive Kapitalinvestitionen in den Aufbau neuer Produktionskapazitäten an und erhöhte den Wachstumsausblick abermals.

Auf der Verliererseite stand hingegen die Aktie der indischen HDFC Bank. Die Bank hatte ein ordentliches Quartalsergebnis erzielt und konnte bei den wesentlichen Parametern wie Kreditbuch, Einlagen und Nettogewinn jeweils zweistellige Zuwachsraten verbuchen. Gleichzeitig bleibt die Kreditqualität überragend. Das Management hält an seinen Zielen fest, das Loan/Deposit Ratio in Richtung 90 % zu drücken und das Kreditbuch in FY27 stärker als das Bankensystem zu steigern. Im abgelaufenen Quartal wurden bei beiden Punkten allerdings noch keine Fortschritte erzielt. Die Aktie des indischen Reisebuchungsportals Makemytrip entwickelte sich ebenfalls rückläufig. Umsatz und Gewinn konnten zuletzt zwar zweistellig gesteigert werden, da das Unternehmen in US-Dollar berichtet, wirkte sich die schwache Rupie allerdings nachteilig aus. Auch die Aktie des Betreibers des weltweit größten Kreditkartennetzwerkes Visa gab nach. Zwar fielen die letzten Quartalszahlen auf der Volumen- und Umsatzseite positiv aus, Kosten für Strafzahlungen belasteten das Ergebnis jedoch. Das Management kündigte außerdem an, dass die Kosten bezogen auf das Gesamtjahr voraussichtlich stärker als das erwartete Umsatzwachstum ausfallen werden.

Das könnte Sie auch interessieren