Spannungen um Grönland, Zolldrohungen und ein neuer Präsident der US-Notenbank – an Schlagzeilen herrschte im Januar kein Mangel. Wie sich unser defensiver Anleihefonds in einem turbulenten Umfeld aufstellte.
Zu Beginn des Monats beflügelten die Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump im Rahmen der Spannungen um Grönland zunächst die Kurse von Euro-Anleihen mit kurzen und mittleren Laufzeiten – ehe die Gespräche am Rande des Weltwirtschaftsforums dann für Entspannung und wieder höhere Renditen sorgten. In der zweiten Monatshälfte rückte vor allem die Aussicht auf einen erheblichen fiskalischen Stimulus in Japan (im Zuge der ausgerufenen Neuwahlen) sowie die Ernennung von Kevin Warsh als Fed-Nachfolger durch US-Präsident Donald Trump in den Fokus. Beides sorgte für eine leichte Versteilerungstendenz der Euro-Zinskurve. Unter dem Strich rentierten 2-jährige deutsche Bundesanleihen rund 3 Basispunkte (BP) niedriger im Monatsvergleich, 30-jährige dagegen rund 2 BP höher.
Bei Spreadprodukten konnten sich Pfandbriefe gegenüber Bundesanleihen weiter verteuern, ebenso wie italienische und französische Staatsanleihen, wobei letztere von einer kurzfristigen Einigung über den Haushalt 2026 profitieren konnten. Während dies kurzfristig für politische Entspannung sorgt, verbleibt ein Haushaltsdefizit von rund 5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als enorme strukturelle Belastung. Trotz dieses insgesamt volatilen Marktumfelds konnte der Fonds im Januar eine positive Wertentwicklung erzielen. Die Renditebewegungen insbesondere im kurzen und mittleren Laufzeitenbereich haben wir aktiv für taktische Anpassungen genutzt. Im Zuge der geopolitischen Spannungen und der Rally bei Anleihen haben wir zunächst Kursgewinne mitgenommen und die Duration um rund 10 % reduziert. Mit den im Nachgang etwas höheren Renditen haben wir die Duration wieder auf unser moderat offensives Niveau von 2,6 erhöht. Bei Spreadprodukten bleiben wir weiterhin vorwiegend in qualitativ hochwertigen Pfandbriefen und Unternehmensanleihen positioniert.



