Turbulente Aktien- und Anleihemärkte boten im Januar Chancen für Anleger. Wandelanleihen waren gefragt, wie der Monatskommentar unsers Global-Convertible-Fonds zeigt.
Inmitten eines ereignisreichen Jahresauftakts hielt die positive Grundstimmung an den globalen Aktienmärkten weitestgehend an. Insbesondere die Schwellenländer-Rally konnte sich in Anbetracht der ausgeprägten Dollar-Schwäche, starker Kapitalzuflüsse und steigender Rohstoffpreise, ausbauen. Der MSCI Emerging Markets konnte im Januar einen Wertzuwachs von rund 11 % verzeichnen, insbesondere getrieben durch den koreanischen Aktienmarkt, der im Vergleichszeitraum beachtliche 24 % zulegen konnte. Auch der Hang Seng Index in China entwickelte sich mit +7 % überdurchschnittlich stark.
In den USA sorgte die Absichtserklärung von Donald Trump, Grönland annektieren zu wollen, zusammen mit zwischenzeitlichen Zolldrohungen für einige EU-Staaten für Aufruhr an den Märkten. Im Rahmen der Gespräche des Weltwirtschaftsforums in Davos relativierte er diese Aussagen dann wieder. Unterm Strich starteten auch die US-amerikanischen Aktienmärkte freundlich, wobei insbesondere die Small Caps (Russell 2000 Index) neues Momentum fanden und sich mit +5,4 % deutlich überdurchschnittlich entwickeln konnten. Diese Entwicklung spiegelte eine Marktrotation weg von hoch bewerteten Mega Caps hin zu zyklischeren, zinssensitiven Unternehmen, getragen von sinkenden Realzinsen und verbesserten Konjunkturerwartungen. So war beispielsweise die Entwicklung der Magnificent Seven im Monatsvergleich leicht negativ.
Auch die globalen Anleihemärkte starteten turbulent ins neue Jahr. Die geopolitischen Spannungen rund um Grönland beflügelten zunächst die Kurse von Euro-Anleihen kurzer und mittlerer Laufzeiten, ehe die Renditen nach Trumps Zurückrudern in Davos wieder anstiegen. In der zweiten Monatshälfte rückte vor allem Japan in den Fokus. Die Volatilität rund um die ausgerufenen Neuwahlen von Premierministerin Takaichi, mit denen sie sich verbesserte Mehrheitsverhältnisse für ihre expansive Fiskalpolitik erhofft, belastete die Märkte. Dem teilweise erratischen Renditeanstiegen bei langlaufenden japanischen Staatsanleihen, konnten sich auch die Renditekurven aus den USA und Euroland nicht entziehen. In Verbindung mit resilienten Frühindikatoren der US-Wirtschaft war auf Monatssicht ein Zinsanstieg entlang der gesamten Zinsstrukturkurve zu beobachten. Im Gegensatz dazu blieben die Renditen im Euroraum stabil und sanken am kurzen Ende sogar leicht, da Anleger deutsche Staatsanleihen angesichts der geopolitischen Volatilität als „sicheren Hafen“ suchten. Während in den USA das Narrativ „Higher for Longer“ dominierte, hielt in Europa die Hoffnung auf eine Lockerung an, da das Wirtschaftswachstum schwächer blieb. Diese transatlantische Divergenz führte zu einem markanten Auseinanderlaufen der Zinskurven und einem zeitweise deutlich festeren Euro über 1,20 US-Dollar.



