Die Aktienmärkte der Schwellenländer konnten im Dezember besser abschneiden als die globalen Märkte – wie auch im Gesamtjahr 2025. Ein Blick ins Portfolio unseres Emerging-Markets-Fonds im Dezember zeigt, wie das Portfolio zuletzt aufgestellt war.
Emerging-Markets-Aktien verbuchten im Dezember Kursgewinne und entwickelten sich damit sowohl im abgelaufenen Monat als auch im Gesamtjahr 2025 besser als die globalen Märkte. Besonders stark zulegen konnten die Börsen in Südkorea und Südafrika. Treibende Faktoren waren hierbei die anhaltende Stärke des Halbleitersektors und die haussierenden Aktien von Gold- und Platinminenbetreibern. Leicht rückläufig entwickelten sich brasilianische, chinesische und indonesische Aktien.
Emerging-Markets-Aktienfonds verzeichneten im Gesamtjahr signifikante Mittelzuflüsse. Allerdings geschah dies vollständig durch passive ETFs, während aktiv gemanagte Aktienfonds Abflüsse verzeichneten. Zu den größten Gewinnern zählten im Dezember Unternehmen aus dem Halbleitersektor. So konnten die Aktie des südkoreanischen Unternehmens Samsung Electronics und die des taiwanesischen Auftragsfertigers für Halbleiterprodukte TSMC deutlich zulegen. Hier dürfte das anhaltend starke Auftrags-Momentum für DRAM- beziehungsweise Logikchips sowie die Zusage der US-Regierung, den Export bestimmter Nvidia-Chips nach China wieder zu genehmigen, die ausschlaggebenden Treiber gewesen sein. Die Aktie des indischen Reisebuchungsportals Makemytrip erholte sich ebenfalls kräftig. Hier hatten etwas schwächer als erwartetete Quartalszahlen und das Flugchaos bei der indischen Indigo-Airline zuvor für Kursrückgänge gesorgt.
Auf der Verliererseite stand hingegen die Aktie des südkoreanischen E-Commerce Betreibers Coupang. Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte umfangreiche Kundendaten unautorisiert unter seine Kontrolle gebracht. Ein niedriger einstelliger Kundenanteil beschloss daher, seine Geschäftsbeziehung zu Coupang einzustellen. Der CEO trat aufgrund des Imageschadens ebenfalls zurück. Auch die Aktie der lateinamerikanischen Digitalbank Nu Holdings gab nach. Wesentliche negative Unternehmensnachrichten lagen nicht vor, sodass es sich im Wesentlichen um Gewinnmitnahmen nach den starken Kursanstiegen in den Vorwochen handeln dürfte. Die Aktie der indischen HDFC Bank entwickelte sich ebenfalls leicht schwächer, ohne dass wesentliche Unternehmensnachrichten vorlagen.



