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Fokus auf Qualität

- Flossbach von Storch - Global Quality

Territoriale Ansprüche der USA auf Grönland, Zolldrohungen und die Euphorie um Künstliche Intelligenz prägten den Januar an den Börsen. Der Marktkommentar unseres größten Aktienfonds im Januar.

Der Jahresstart verlief turbulent, was (einmal mehr) an den Entwicklungen der US-Politik lag. Insbesondere die von Donald Trump avisierten territorialen Ansprüche auf Grönland und neuerliche Zollandrohungen gegen europäische Staaten sorgten zwischenzeitlich für Ausschläge an den Finanzmärkten. In Summe zeigte sich der Aktienmarkt aber dennoch wenig beeindruckt. Der globale Aktienindex MSCI World legte auf Monatssicht in Euro gerechnet um 0,9 % zu. Europäische Anleger litten im Januar allerdings unter einer weiteren Abwertung des US-Dollars, der auf Monatssicht zum Euro 0,9 % verlor.

Ebenso wie die oben genannten Entwicklungen allesamt ein starkes Echo aus dem Jahr 2025 enthalten, setzte sich auch ein weiteres Thema fort: die Euphorie um Künstliche Intelligenz (KI) hatte weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die Kursentwicklungen am Aktienmarkt. Dementsprechend kamen die drei größten positiven Wertbeiträge im Portfolio von unseren Beteiligungen am US-Ausrüster von Halbleiterherstellern Applied Materials, dem schwedischen Industriekonzern Atlas Copco, der unter anderem Vakuumpumpen für die Halbleiterproduktion anbietet, sowie Google-Muttergesellschaft Alphabet, zu deren Geschäft auch der Betrieb von Datenzentren und mit Gemini auch eines der führenden KI-Modelle gehören. Atlas Copco berichtete zudem Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr, das zwar noch eine durchwachsene Nachfrage in seinen Endmärkten reflektiert, jedoch auf Seiten des Auftragseingangs eine positive Tendenz aufweist.

Die drei größten negativen Wertbeiträge kamen von Beteiligungen, bei denen Unternehmenssoftware im Zentrum des Geschäfts steht: Microsoft, SAP und Roper Technologies. Hier diskutierten Anleger intensiv, inwiefern KI das Geschäftsmodell der Unternehmen künftig belasten könnte. Vor diesem Hintergrund reagierten die Aktien deutlich negativ auf aus unserer Sicht ordentliche bis sogar starke Zahlen für das abgelaufene Quartal. Ursächlich dafür schienen insbesondere eine leichte Entschleunigung des Wachstums (im Falle SAPs und Microsofts weiterhin hohem Niveau), sowie bei Microsoft noch die Ankündigung einer deutlichen Steigerung der Ausgaben für den Bau von Datenzentren.

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