Das Thema Künstliche Intelligenz sorgte zuletzt für einige Diskussionen an den Märkten. Dabei geht es weniger um das Potenzial der Technologie, sondern darum, wie schnell und in welcher Höhe den hohen Ausgaben auch Umsätze durch KI-Dienstleistungen folgen werden. Der Marktkommentar unseres größten Aktienfonds im Dezember.
Ein turbulentes Börsenjahr ging mit einem insgesamt eher unspektakulären Monat zu Ende, in dem der globale Aktienindex MSCI World einen leichten Verlust von 0,4 % verzeichnete (in Euro, inklusive Dividenden gerechnet). Wie im Gesamtjahr war erneut der schwache Dollar ein Gegenwind für Euro- Investoren – die US-amerikanische Leitwährung wertete gegenüber dem Euro im Dezember um rund 1,3 % ab. Zum Jahresende gab es bei Investoren und in den Medien erneut intensive Diskussionen, inwiefern die Euphorie rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) durch fundamentale Entwicklungen untermauert ist, oder ob sich möglicherweise eine KI-Blase gebildet hat.
Aus unserer Sicht besonders interessant ist vor diesem Hintergrund nicht die Frage nach dem grundsätzlichen Potenzial der Technologie, das wir für unbestritten halten. Interessant ist vielmehr, wie schnell und in welcher Höhe den extrem hohen Ausgaben für den Ausbau von Datenzentren und zum Training neuer Modelle auch Umsätze mit KI-Dienstleistungen folgen werden. Je größer die Zeitlücke hier ist, desto fragiler wird auch der Investitionsboom. Hängt er doch davon ab, dass Investoren die zwischenzeitlichen Investitionen dulden (im Falle der profitablen Cloud-Anbieter wie Microsoft, Alphabet oder Amazon) oder sogar direkt finanzieren (im Falle der verlustträchtigen Anbieter von KI-Modellen wie OpenAI und Anthropic, oder weniger gewinnstarker Cloudanbieter wie Oracle). Da die Unwägbarkeiten der Monetarisierung ebenso hoch sind wie das Potenzial, ist hier eine gesunde Umsicht geboten.
Mit Blick auf das Portfolio ist auf Ebene einzelner Beteiligungen noch erwähnenswert, dass der britische Konsumgüterhersteller Unilever im Dezember sein Eiscreme-Geschäft an Investoren abgespalten hat. Als größter Speiseeishersteller der Welt mit führenden Marken wie Magnum, Cornetto oder Ben&Jerry's handelt „The Magnum Ice Cream Company“ nun erstmals als eigenständiges Unternehmen an der niederländischen Börse. Wir haben unsere Beteiligung im Zuge der Abspaltung aufgestockt. Die größten positiven Wertbeiträge im Berichtsmonat kamen von unseren Beteiligungen am US-Einzelhändler Dollar General, dem US-Softwareanbieter Salesforce sowie dem Schweizer Pharmakonzern Roche. Die größten negativen Wertbeiträge kamen aus unseren Beteiligungen am US-Mischkonzern Berkshire Hathaway, dessen Vorstandsvorsitzender Warren Buffett sein Amt zum Jahresende nach 55 Jahren niederlegte, sowie dem US-Technologiekonzern Alphabet und dem britischen Spirituosenhersteller Diageo.
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