Wer sich einmal dafür entschieden hat, das eigene Vermögen – zumindest in Teilen – in Aktien zu investieren, steht vor vielfältigen Herausforderungen. Denn Unternehmen, deren Aktien an der Börse gehandelt werden, gibt es Tausende – und zwar weltweit. Wie finden Anlegerinnen und Anleger Aktien, in die es sich lohnt, zu investieren?
Die gründliche Unternehmens- und Aktienanalyse ist sehr aufwendig. Es handelt sich dabei um eine systematische Untersuchung von Unternehmen, um deren wirtschaftliche Qualität, Ertragsperspektiven und Risiken besser einschätzen zu können.
Unternehmens- oder Aktienanalyse
Sucht man im Internet nach dem Thema Unternehmens- oder Aktienanalyse, stößt man auf verschiedene Analyseansätze wie technische Analyse, Chartanalyse, Sentimentanalyse, quantitative Analyse und Fundamentalanalyse. Das zeigt: Bei der Aktienauswahl gibt es verschiedene Herangehensweisen. Doch das heißt nicht, dass Investoren sich zwangsläufig für die ein oder andere Variante entscheiden (müssen). Zum Teil sind die Übergänge fließend.
Technische Aktienanalyse
Die technische Analyse, auch Chartanalyse genannt, ist eine Methode, bei der Investoren versuchen, zukünftige Aktienkursverläufe aus Mustern historischer Kursdaten abzuleiten. Gesamtwirtschaftliche oder unternehmensspezifische Daten werden bei der technischen Analyse nicht berücksichtigt.
Sentimentanalyse
Die Sentimentanalyse untersucht die Stimmung und Erwartungen der Marktteilnehmer und dient vor allem der Einschätzung kurzfristiger Marktbewegungen. Sie kann Aufschluss darüber geben, wie sich Investoren kurzfristig verhalten. Da die Stimmung der Anleger sich beispielsweise aufgrund neu veröffentlichter Unternehmenszahlen oder Konjunkturdaten schnell ändern kann, hat eine Sentimentanalyse in der Regel eine sehr begrenzte Haltbarkeit.
Quantitative Analyse
Kurs- und Unternehmensdaten sind in der Regel die Grundlage der Quantitativen Analyse. Investoren werten mithilfe von mathematischen Modellen große Datenmengen aus, um Anlageentscheidungen zu treffen. Teil der quantitativen Analyse kann auch die technische Analyse sein.
Fundamentalanalyse
Bei der Fundamentalanalyse stehen die langfristigen Ertragsperspektiven von Unternehmen im Vordergrund. Dafür schauen sich Investoren beispielsweise intensiv die Wettbewerber an und prüfen darüber hinaus, inwieweit sich Konjunkturzyklen, Rohstoffpreisentwicklungen, Trends oder Regulierung auf die Wachstumsperspektiven des Unternehmens auswirken. Auch, wie abhängig das Unternehmen von einzelnen Produkten, Märkten, Kunden oder Lieferanten ist, spielt bei der fundamentalen Analyse eine wesentliche Rolle.
Zudem ist der Faktor Mensch entscheidend: Denn nur kluge und handlungsfähige Manager können Unternehmen erfolgreich durch sich verändernde Marktumfelder steuern. All diese Faktoren fließen in eine Gesamtanalyse ein, die Aufschluss darüber gibt, ob der Preis einer Aktie gerechtfertigt und damit das Chance-Risiko-Verhältnis angemessen ist.
Aktienanalyse bei Flossbach von Storch
Flossbach von Storch fokussiert sich auf die fundamentale Analyse von Unternehmen. Ziel ist es, die zukünftige Ertragsentwicklung systematisch einzuschätzen.
Deswegen nehmen sich unsere hauseigenen Analysten für eine gründliche Analyse ausreichend Zeit. Dabei konzentrieren sie sich auf den langfristigen Unternehmenserfolg. Sie beantworten Fragen wie: Welches Wachstumspotenzial haben die Märkte, in denen das Unternehmen agiert? Wie stark und nachhaltig ist die Wettbewerbssituation des Unternehmens? Welchen finanziellen Spielraum bietet die Bilanz? Kann, will und darf das Management im Sinne langfristig orientierter Investoren handeln?
Dafür studieren unsere Analysten die Geschäftsberichte der Unternehmen, zapfen Expertennetzwerke an, versuchen, mit Kunden, Mitarbeitern und Konkurrenten ins Gespräch zu kommen und sprechen auch persönlich mit dem Management.
Auf diese Weise versuchen sie, die künftige Ertragskraft eines Unternehmens zu bestimmen. Doch eine Gewinnprognose ist immer mit Unsicherheit behaftet. Deswegen erstellen unsere Analysten verschiedene Szenarien und versehen diese mit Wahrscheinlichkeiten. Erst dann treffen sie eine Aussage darüber, ob der aktuelle Preis für eine Aktie angemessen ist. Denn Qualität hat ihren Preis – aber eben auch nicht jeden.
Active Ownership
Wenn unsere Analysten und Portfoliomanager sich für eine Beteiligung entscheiden, bedeutet das nicht, dass die Arbeit getan ist. Als Miteigentümer eines Unternehmens liegt die positive Entwicklung des Geschäfts im eigenen Interesse. Aus diesem Grund prüfen unsere Analysten die Qualität eines jeden Unternehmens fortlaufend. Halten Investoren genügend Anteile, haben sie darüber hinaus die Möglichkeit, auf das Management und eine gute Geschäftsentwicklung einzuwirken. Zum Beispiel, indem sie ihr Stimmrecht ausüben oder kritische Punkte mit dem Management diskutieren.
Wir verstehen uns als konstruktiver Sparringspartner (wo möglich) oder als Korrektiv (wo nötig) der Unternehmen, in die wir investiert sind.
Fazit
Aktien bieten langfristig die Möglichkeit, am wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen teilzuhaben. Eine fundierte Aktienanalyse erfordert jedoch Zeit, Fachwissen und eine intensive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Geschäftsmodellen und Rahmenbedingungen.
Anlegerinnen und Anleger, die sich nicht selbst mit der Analyse einzelner Unternehmen beschäftigen möchten oder keine Zeit dafür haben, können auf unterschiedliche Wege an den Kapitalmärkten investieren – etwa über aktiv oder passiv verwaltete Fonds (ETFs) oder durch die Mandatierung eines Vermögensverwalters, der die Auswahl der Aktien übernimmt.
Wie systematisch und nach welchen Kriterien ein Vermögensverwalter Unternehmen analysiert und auswählt, kann dabei ein wichtiges Entscheidungskriterium sein.
Häufige Fragen zur Aktienanalyse
Eine Aktienanalyse ist die systematische Bewertung eines Unternehmens, um dessen wirtschaftliche Qualität, Ertragsperspektiven und Risiken besser einschätzen zu können.
Zu den gängigen Methoden zählen die technische Analyse, die Sentimentanalyse, die quantitative Analyse und die Fundamentalanalyse.
Die technische Analyse betrachtet vor allem Kursverläufe, während die fundamentale Analyse die wirtschaftlichen Grundlagen und langfristigen Perspektiven eines Unternehmens untersucht.
Eine fundierte Analyse hilft Investoren, Chancen und Risiken besser abzuwägen und den fairen Wert einer Aktie einzuordnen.
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